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18 jahrhundert deutschland geschichte

18 Jahrhundert Geschichte

  1. Die Bündniskonstellationen zwischen den europäischen Mächten und die Verwicklung des österreichisch-ungarischen Vielvölkerstaats in die seit längerem instabilen Verhältnisse auf dem Balkan (Balkankrise, Balkankriege) wirkten zusammen, als nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo die k.u.k-Monarchie am 23. Juli Serbien vorsätzlich ein kaum annehmbares Ultimatum stellte. Dieses Vorgehen wurde begünstigt durch den „Blankoscheck“, den Wilhelm II. mit der deutschen Regierung dazu erteilt hatte. Am 28. Juli erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg; Deutschland folgte am 1. August mit der Kriegserklärung gegen Russland und am 3. August mit der gegen Frankreich. Der völkerrechtswidrige Einmarsch deutscher Truppen nach Belgien, der in der alliierten Propaganda als Schändung Belgiens bezeichnet wurde, war der Anlass für die Kriegserklärung Großbritanniens an Deutschland am 4. August 1914. Somit entwickelte sich innerhalb weniger Tage aus einem Lokalkrieg der Erste Weltkrieg, die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (George Kennan). Angesichts der durch den Kaiser verkündeten Burgfriedenspolitik und der allgemeinen Mobilmachung zu Kriegsbeginn zerstoben zunächst alle Aktivitäten der Friedensbewegung in einer Welle der Kriegsbegeisterung großer Teile der bürgerlich-akademischen Schichten.
  2. Zum machtpolitischen Rückgrat Preußens wurde das Militär. Besonders König Friedrich Wilhelm I. (1688-1740), der den Beinamen "Soldatenkönig" erhielt, begann mit einer umfassenden, den Staat beherrschenden Armeereform.
  3. Aber auch die Bildung der breiten Masse der Bevölkerung nahm zu. Bildungsreformen, zum Beispiel in Preußen und Österreich drängten die Gemeinden dazu ihren Jungen eine Schulbildung zukommen zu lassen.[6] Dabei übernahm der Staat zunehmend Verantwortung für die Schulbildung und drängte die eigenständigen kirchlichen Erziehungsinstitutionen zurück. Die Bildungsanstrengungen in Europa führten zu einem starken Anstieg der Lese- und Schreibfähigkeit. Um 1750 hatten in Großbritannien 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen diese Fähigkeiten.

EiImeIdung: MiIIiardär pIant - aIIe Deutschen reich zu mache

Die schlechte Lage der Bauern hatte schon im 15. Jahrhundert zu regionalen Aufständen geführt, während der Reformationszeit kam es 1524 bis 1526 zum Deutschen Bauernkrieg. 1525 wurde ein Bauernheer unter Führung von Thomas Müntzer bei Frankenhausen vernichtet. Im Anschluss zogen sich Marathen und Durrani aus der Machtauseinandersetzung um Nordindien weitgehend zurück.[19] In den Folgejahren lag der Fokus der Marathen auf der Abwehr der Expansion des Mysore-Reiches an ihrer Südgrenze, die sie 1767 zum Halten brachten.[19] Südlich des Reiches der Marathen eroberten die Militärsultane von Mysore in den 1770er und 1780er Jahren große Teile Südindiens. In den 1790er Jahren drängte die Britische Ostindien-Kompanie das Reich militärisch auf die Position eines kleinen Vasallenstaates zurück und beherrschte somit direkt und indirekt den ganzen Süden des Subkontinents.[19] Mitte des Jahrhunderts begann der Aufstieg der Familie Saud, die ein Emirat erreichte, das große Teile der Arabischen Halbinsel umfasste. Im Gegensatz zu früheren Emiren begründeten sie keine stammesrechtliche Konföderation, sondern eine territoriale dynastische Herrschaft.[14] Ihr Bündnis mit Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb, dem Gründer einer der radikalsten islamischen Erneuerungsbewegungen, von denen zahlreiche in der islamischen Welt entstanden waren, war eine zentrale Säule ihres Aufstiegs. Während die Familie Saud die politische Führung übernahm, übernahmen al-Wahab und seine Nachfolger die religiöse Führung. Sie predigten einen puritanischen Islam.

Zentral- und SüdosteuropaBearbeiten Quelltext bearbeiten

Nun griff der Schwedenkönig Gustav II. Adolf ins Kriegsgeschehen ein. Ein Jahr nach der Magdeburger Bluthochzeit fiel Tilly 1632 bei Rain. Der Kaiser setzte daraufhin Wallenstein wieder ein. Bei der Schlacht von Lützen 1632 fiel der Schwedenkönig. Dadurch wurde ein Krieg gegen Frankreich verhindert, zu dem schon gerufen werden sollte. Im Rahmen der französischen Reunionspolitik waren die freie Reichsstadt Straßburg und andere elsässische Gebiete in Frankreichs Territorium einverleibt worden, obwohl diese Gebiete Reichsstände waren. Während der deutschen Teilung (1949–1990): Bundesrepublik Deutschland Bundesdienstflagge | Deutsche Demokratische Republik Flagge der DDR Die mit der Kapitulation besiegelte Niederlage des „Dritten Reiches“ am Ende des „totalen Krieges“ war als historische Zäsur noch durchdringender als der Weltkriegsausgang 1918.[79] Sie führte zur Teilung Deutschlands, wobei sich aus den Besatzungszonen der vier Siegermächte im Rahmen des Alliierten Kontrollrats schließlich zwei deutsche Staaten ergaben. Die deutsche Teilung bedeutete aber auch den faktischen Verlust aller Gebiete jenseits von Oder und Neiße, die seit der mittelalterlichen Ostsiedlung unter deutsche Hoheit gelangt waren. Das in den Kalten Krieg übergehende, durch systembedingte politische und wirtschaftliche Interessenkonflikte verursachte Zerwürfnis zwischen den drei westlichen Mächten und der Sowjetunion bewirkte einen viereinhalb Jahrzehnte andauernden Teilungsprozess bezüglich der politischen Systeme und bei der Entwicklung staatsbürgerlicher Identitäten in beiden deutschen Staaten. Zwar bestand ein Bewusstsein für Zusammengehörigkeit der Deutschen bei vielen DDR-Bewohnern fort, wie sich 1989/90 zeigen sollte; die unterschiedlichen Sozialisations- und Lebensbedingungen in Ost und West wirken aber auch nach erfolgter Wiedervereinigung in vielen Bereichen des individuellen und gesellschaftlichen Lebens nach, wie es grob vereinfachend in dem Bild von der „Mauer in den Köpfen“ zwischen „Ossis“ und „Wessis“ zum Ausdruck kommt. Als die europäischen Mächte auf dem Wiener Kongress darangingen, die Hinterlassenschaft der Ära Napoleons auch in Deutschland neu zu ordnen, suchte man die Balance zu halten zwischen einer Zersplitterung, die als Machtvakuum Begehrlichkeiten der westlichen wie der östlichen Nachbarmächte Frankreich und Russland hätte wecken können, und einer national geeinten deutschen Großmacht, die ihrerseits auf Expansionskurs hätte gehen können.[35] Als für alle akzeptable Neuschöpfung entstand so der Deutsche Bund, kein Bundesstaat, sondern ein Staatenbund aus 41 souveränen Mitgliedern mit einem in Frankfurt am Main tagenden ständigen Gesandtenkongress, dem Bundestag, als einzigem gemeinsamen Organ. Mit den Königen von England, den Niederlanden und Dänemark waren einerseits auch ausländische Fürsten mit Territorialbesitz im Deutschen Bund vertreten; die Herrscher Österreichs und Preußens andererseits geboten zusätzlich über Gebiete außerhalb des Bundes.

Jahrhundert | 20. Jahrhundert | Hier findest Du die Top 10 der Vornamen für jedes Jahrzehnt im 1(. Jahrhundert. Die Listen beruhen auf den gesammelten Vornamen aller berühmter Deutscher. Veränderungen in der Namensgebung. Johann, Friedrich, Georg sind die populärsten männlichen Vornamen am Anfang des 18. Jahrhunderts in Deutschland In vielen europäischen Staaten wurden im Laufe des Jahrhunderts neue Feldfrüchte, wie Rüben, Raps, Klee und Kartoffeln angebaut.[4] Diese hatten den Vorteil, dass sie auch auf nährstoffarmen Böden gediehen und im Vergleich zum Getreide ein viel größerer Kalorienlieferant waren. Zur landwirtschaftlichen Ertragssteigerung trugen ferner die Rotation der Feldfrüchte als auch die Systematisierung der Viehzucht bei.[4] Viele größere Landeigentümer entwickelten angeregt durch landwirtschaftliche Fachliteratur ein steigendes Interesse an der Wirtschaftlichkeit ihrer Güter, was ebenfalls die landwirtschaftliche Produktivität steigerte. Durch den Einsatz von Saat- und Dreschmaschinen, der in Europa sehr unterschiedlich schnell voranschritt, konnten große Güter in der zweiten Jahrhunderthälfte eine weitere Steigerung erzielen. Ferner profitierten Landadel und mittlere landwirtschaftliche Betriebe davon, dass in Westeuropa verstärkt individuelles Privateigentum die mittelalterlichen kollektiven Eigentums- und Nutzungsrechte ablöste.[4] In vielen Teilen Europas kam es zu einer Konzentration des Landbesitzes. Schweden verlor durch seine Niederlage im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) gegen Russland, Dänemark, Sachsen-Polen und Preußen fast alle Besitzungen im Reich. Die drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 ergaben für Österreich und Preußen erhebliche Gebietsgewinne.

Industralisierung in Deutschland - Wirtschaft

Russland drang über Alaska bis nach Nordkalifornien vor. Antrieb der russischen Pioniere waren die hohen Gewinne, die sie mit Fellen der einheimischen Tiere wie Robben machten.[10] Um die russische Expansion zu stoppen, dehnten die Spanier ihr Kolonialgebiet nach Norden aus, wo sie als nördlichste Stadt San Francisco gründeten.[27] In den südlichen Great Plains trafen sie auf Stämme der Komantschen und Apachen, die seit dem 17. Jahrhundert von europäischen Händlern Pferde und Schusswaffen erwarben. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts raubten sie spanische Siedlungen in Texas und Neu-Mexiko aus und verkauften ihr Raubgut anschließend im französischen und seit 1763 spanischen Louisiana.[27] Dennoch ist in der Aufklärung der Anbruch der modernen Zeit und unserer heute als selbstverständlich empfunden Denkweise zu sehen. Strukturen, die seit dem Mittelalter bestehen, werden aufgebrochen. So kommt es mit der Herausbildung eines selbstbewussten und ökonomisch starken Bürgertums zur allmählichen Auflösung der Ständegesellschaft. Vor allem in den Städten entwickelt sich ein Bürgertum, das durch Handel, Bankgewerbe und Manufakturwesen zu finanzieller Macht und sozialem Ansehen kommt und sich gegenüber dem als korrupt und moralisch verdorben empfundenen Adel zu behaupten sucht. Die politische und kulturelle Vorherrschaft des Adels wird nicht länger als gottgegeben und unveränderlich angesehen.

18. Jahrhundert - Wikipedi

  1. Der Bundestag ließ ein gesamtdeutsches Parlament wählen,[43] die Frankfurter Nationalversammlung. Sie sollte einen Verfassungsentwurf für einen deutschen Bundesstaat erarbeiten, doch setzte schon im Juni 1848 eine vorläufige Reichsregierung ein, die Provisorische Zentralgewalt, die auch von den Staaten anerkannt wurde.[44] Außerdem erließ die Nationalversammlung Reichsgesetze und gab den Bau der ersten gesamtdeutschen Flotte in Auftrag. Mittlerweile befand Deutschland sich nämlich in einem Krieg mit Dänemark um Schleswig-Holstein.[45]
  2. In den Jahren 1522 bis 1526 wurde in etlichen Ländern und Städten des Reichs die Lehre Luthers eingeführt. Die Reformation erfolgte durch Landesherren, die auch zum Landesbischof wurden. Der Bruder des Kaisers, Ferdinand, wollte die Duldung der Lutheraner aufheben. Dagegen protestierten die evangelischen Landesfürsten. Daher leitet sich die Bezeichnung Protestanten für Anhänger der evangelischen Glaubensrichtung ab.
  3. Die Französische Revolution wurde in ihrer Frühphase mit den Schlagworten von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte und gewaltenteilender Verfassung auch in Deutschland teils enthusiastisch begrüßt. Man kannte und schätzte in gebildeten Kreisen französische Aufklärer wie Voltaire, Montesquieu und Rousseau. Die Radikalisierung des Revolutionsgeschehens in Frankreich bis hin zur Terrorherrschaft mit dem Dauereinsatz der Guillotine gegen „Feinde des Volkes“ und Verdächtige führte außerhalb jedoch schnell zu weit überwiegender Ablehnung dieser Entwicklung. Die aus dem revolutionären Frankreich geflohenen adligen Emigranten schürten die gegenrevolutionäre Stimmung an den Höfen im Ausland. In der Pillnitzer Deklaration drohten Kaiser Leopold II. und König Friedrich Wilhelm II. von Preußen bereits mit militärischer Intervention zugunsten des französischen Königs Ludwig XVI. Die nachfolgenden Koalitionskriege gegen das französische Revolutionsheer brachten aber keinen durchschlagenden Erfolg. Vielmehr gelang es dem aus dessen Reihen hervorgegangenen General Napoleon Bonaparte, durch militärische Erfolge und politisches Geschick die Führung der Republik an sich zu reißen, sich zum Kaiser der Franzosen zu krönen und durch die Gründung von Satellitenstaaten wie dem Königreich Westphalen (1807–1813) die politischen Verhältnisse in Deutschland in seinem Sinne neu zu ordnen.
  4. Nach der Reichspräsidentenwahl 1932 entzog ihm Hindenburg Ende Mai seine Unterstützung und berief statt seiner Franz von Papen zum Reichskanzler, der die antiparlamentarische Stoßrichtung des Präsidialregimes mit seinem „Kabinett der Barone“ noch verstärkte. Sein autoritärer Kurs gipfelte in dem Preußenschlag vom 20. Juli 1932, mit dem er die geschäftsführende Regierung unter sozialdemokratischer Führung absetzte und in Abstimmung mit Hindenburg selbst als Reichskommissar für Preußen ihre Stelle einnahm. Im Reichstag hatte Papen kaum Unterstützer; seine Notverordnungen wurden, sofern der Reichstag nicht gerade aufgelöst war, mit drastischen Mehrheiten zurückgewiesen. Unter dem Eindruck der immer weiter massenhaft zunehmenden Arbeitslosigkeit und sozialen Not in der Weltwirtschaftskrise radikalisierte sich das Wählerverhalten noch zunehmend. Die beiden 1932 vorgenommenen Reichstagsauflösungen führten in den Reichstagswahlen sowohl des Julis als auch des Novembers jeweils dazu, dass die NSDAP stärkste Kraft im Reichstag wurde und eine negative Mehrheit der Demokratiegegner mit den Kommunisten bildete, sodass republikanische Regierungsmehrheiten in weite Ferne rückten.
  5. Der Tod Ludwigs 1347 verhinderte einen längeren Krieg. Karl IV. verlegte seinen Herrschaftsschwerpunkt nach Böhmen. Er gewann unter anderem die Mark Brandenburg zu seinem Hausmachtkomplex hinzu. Im Vertrag von Namslau 1348 erkannte Kasimir der Große von Polen die Zugehörigkeit Schlesiens zu Böhmen – und damit zum Heiligen Römischen Reich – an, versuchte später jedoch beim Papst, diesen anzufechten. 1348 wurde in Prag die erste deutschsprachige Universität gegründet. 1355 wurde Karl zum Kaiser gekrönt. Er verzichtete auf eine Weiterführung der Italienpolitik und gab auch im Westen teils Reichsrechte auf; das Reichsgut verpfändete er weitgehend, so dass die nachfolgenden Könige sich endgültig nur noch auf ihr Hausgut stützen konnten. Die Goldene Bulle von 1356 stellte bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs eine Art Grundgesetz dar und regelte die Wahlmodalitäten (einschließlich Mehrheitsprinzip). Ihr Hauptziel war die Verhinderung von Gegenkönigen und Thronkämpfen. Karl glaubte, die Machtstellung des Hauses Luxemburg zementiert zu haben, vor allem aufgrund seiner starken Hausmacht, doch gelang es den nachfolgenden Luxemburger Königen nicht mehr, effektiv darüber zu verfügen.
  6. Die weitgehend von religiösen Einflüssen befreiten Naturwissenschaften ließen einen Raum für Sinnfragen offen. Diese versuchte die nun aufsteigende Philosophie mit möglichst wissenschaftlich rationalen Methoden zu lösen.
  7. Von den zahlreichen Territorien in der Mitte Europas, die Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation waren, waren Bayern, Sachsen und das mit Großbritannien in Personalunion regierte Kurfürstentum Hannover größere Herrschaftsgebiete. Durch zahlreiche Kriege unter anderem gegen Österreich stieg Preußen neben diesem zum bedeutendsten Akteur im Reich auf.

Geschichte Deutschlands - Wikipedi

Durch den Schutz der heimischen Textilindustrie gegenüber weltweiter Konkurrenz sowie die zunehmend industrielle Fertigung erlangten die Briten eine so hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, dass sie sich zum Ende des Jahrhunderts für den Übergang zum Freihandel entschieden. Auf der Insel hatten sich früher als im übrigen Europa Gruppen gebildet, die gegenüber dem Staat zunehmend unternehmerische Freiheiten erkämpften. Adam Smith gab diesen Freiheitsbestrebungen eine theoretische Grundlage. Neben den Briten war die Handelsflotte der Niederländer, die traditionell auf den Freihandel setzten, stark auf den Weltmeeren vertreten, auch wenn sie in zahlreichen Märkten Marktanteile einbüßte. Wirtschaftliche Einbußen in anderen Sektoren konnte der Aufstieg Amsterdams zum führenden Finanzplatz für Kredite und Anleihen kompensieren. In den nördlichen Städten des Subkontinents entstanden Gruppen wohlhabender Kaufleute. Dort wuchs im Umfeld von Salons eine kleine heterogene kritische Öffentlichkeit. Indische Autoren verfassten zunehmend Werke in Hindi, Urdu und Tamil und verdrängten so die Literatur in Persischer Sprache.[5] Jahrhunderts, das immer wieder Missernten und Hungersnöte mit verursachte >>> Die Jahre 1760 bis 1769: Die sterbenden Ideologien und Vorurteile, wurden durch das frische Denken ersetzt. Der Mensch sollte nach eigener Vorstellung, selbst sein Leben bestimmen. Das 18. Jahrhundert >>> Die Jahre 1770 bis 177 Die Proteststimmung konzentrierte sich in den studentischen Burschenschaften und kam in öffentlichen Manifestationen zum Ausdruck, so beim Wartburgfest 1817, wo neben den Forderungen nach nationaler Einheit und konstitutioneller Freiheit auch solche gegen den Polizeistaat und die feudale Gesellschaft geäußert wurden. Die Ermordung des Schriftstellers August von Kotzebue, der die Burschenschaften verspottet und die russische Regierung mit Berichten über jakobinische Tendenzen an deutschen Universitäten versorgt hatte, durch den Theologiestudenten Karl Ludwig Sand sowie ein weiteres Attentat mit burschenschaftlich-radikalem Hintergrund wurden zum Anlass für die von Metternich betriebenen Karlsbader Beschlüsse 1819. Diese führten zum Verbot der Burschenschaften, zur Überwachung der Universitäten auch hinsichtlich staatsfeindlicher Lehre, zu ausgedehnter Zensur von Druckerzeugnissen und zur „Exekutionskompetenz gegen widerspenstige oder revolutionäre Gliedstaaten“ des Deutschen Bundes. „Indem jede freie Bewegung abgewürgt und unterdrückt wurde, konnte sich kein politisches Leben, Öffentlichkeit und Verantwortung bilden, keine großen Ziele und keine konkreten Aufgaben, kein freies Wechselspiel der verschiedenen Kräfte.“[37]

Das 18. Jahrhundert - Welt - Geschichte

Das Europa des 18. Jahrhunderts wird im Wesentlichen der Epoche der Frühen Neuzeit zugerechnet. Der Kontinent gliederte sich in zahlreiche christlich geprägte Territorialreiche. Die Reiche Westeuropas hatten in groben Zügen die heutige Ausdehnung. Die Mitte Europas war in zahlreiche mittlere und Kleinstterritorien zersplittert, die Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation waren. Unter ihnen ragten Preußen und Österreich heraus, die in diesem Jahrhundert vor allem durch ihre Territorien außerhalb des Reiches sich zu europäischen Großmächten entwickelten. Auch die Bedeutung Russlands stieg mit dem Erwerb zahlreicher Territorien. Dies geschah teilweise zulasten Schwedens, das zusammen mit den Niederlanden in die zweite Reihe europäischer Reiche zurückfiel.[1] Großer Verlierer war Polen, dessen Territorium unter Preußen, Österreich und Russland aufgeteilt wurde.[1] Das Osmanische Reich konnte seine Territorien auf dem südlichen Balkan trotz einiger vorübergehender Verluste halten. In der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl im Dezember 1990 und nochmals 1994 wurde die christlich-liberale Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl bestätigt, die den Vereinigungsprozess wesentlich gestaltet hatte. Mit knapper Mehrheit (338 zu 320 Stimmen) beschloss der Bundestag am 20. Juni 1991, Bonn als Regierungssitz aufzugeben und Regierung und Parlament nach Berlin zu verlegen. Seit 1999 tagt der Deutsche Bundestag im von Grund auf renovierten Reichstagsgebäude in Berlin. Seit September 1999 ist auch die Bundesregierung endgültig in Berlin angesiedelt. In den an die Ministerpräsidenten der westdeutschen Länder am 1. Juli 1948 übergebenen Frankfurter Dokumenten formulierten die Westmächte ihre Forderungen und Bedingungen bezüglich der Gründung eines westdeutschen Staates. In zwei Konferenzen bis zum Monatsende (Rittersturz-Konferenz und Niederwaldkonferenz) gaben die westdeutschen Länderverantwortlichen dieser Aufforderung unter der Bedingung nach, dass der zu errichtende Weststaat als ein Provisorium anzulegen sei und das Ziel einer späteren Wiedervereinigung aller Deutschen in einem Staat ausdrücklich erhalten bliebe. Mit der Ausarbeitung eines Grundgesetzes statt einer Verfassung beauftragt wurde deshalb nach Vorarbeiten durch den Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee anstelle einer Verfassunggebenden Versammlung ein Parlamentarischer Rat, der in Bonn zusammentrat. Das von den westdeutschen Ländern bis auf Bayern ratifizierte und von den Militärgouverneuren der Westmächte genehmigte Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 verkündet.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zogen die Auswanderungs-Treks nach Osten. Katharina die Große brachte Russland den Aufschwung. Doch auch Ungarn und der Balkan waren Ziele der Deutschen. Im 18. Jahrhundert siedelten viele Deutsche nach Osten. Ihre Ziele waren Ungarn, Rumänien und Russland. Siedler aus Hessen, Bayern, Baden und der. Durch die Wahl des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I. 1697 zum König von Polen kam es zu einer Personalunion von Sachsen und Polen, die durch den Großen Nordischen Krieg und den Polnischen Thronfolgekrieg unterbrochen wurde, jedoch bis 1763 bestand. Ebenso gab es von 1714 bis 1837 eine Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover. Nach der friedlichen Revolution in der DDR, die 1989 das Ende der SED-Diktatur herbeiführte und bei den ersten freien Wahlen zur Volkskammer im März 1990 eine weit überwiegende Mehrheit der Einheitsbefürworter zur Folge hatte, war der Weg frei für Verhandlungen über die deutsche Wiedervereinigung. Die Zustimmung der vier vormaligen Siegermächte zum Vollzug der deutschen Einheit war wesentlich mitbestimmt von der Einbindung der alten Bundesrepublik in den 1951 begonnenen europäischen Integrationsprozess und von der Erwartung, dass die Zusagen bezüglich einer Fortsetzung dieses Kurses auch nach der Erweiterung um die fünf neuen Bundesländer durch das vereinte Deutschland eingehalten würden. Die Bestätigung wurde bei der Einführung des Euro wie auch bei der EU-Osterweiterung von deutscher Seite erbracht. In Asien wandelte sich das indische Mogulreich von einem zentralen Verband zu einem losen Staatenbund.[5] Neben nachhaltigen Strukturreformen der Regionalreiche brachte der Transformationsprozess zahlreiche Kriege und Erbfolgekriege mit sich. In diesem Umfeld schaffte es die Britische Ostindien-Kompanie, in der zweiten Jahrhunderthälfte neben der Konföderation der Marathen zur mächtigsten Organisation Südasiens zu werden. Das Chinesische Kaiserreich setzte seine Expansion in Asien fort bis es 1759 seine größte Ausdehnung erreichte. Dieses große Reich erlebte wirtschaftlichen Wohlstand und starkes Bevölkerungswachstum. Japan verfolgte weiterhin seine Abschottungspolitik gegenüber dem Rest der Welt, während sich die Staaten des südostasiatischen Festlandes konsolidierten und ihre Unabhängigkeit gegen europäische und chinesische Herausforderer verteidigten. Auf der südostasiatischen Inselwelt bauten die Chinesen ihre Präsenz und ihren Einfluss stark aus. Tatsächlich gab es Widerstand während der gesamten vier Jahrzehnte, in denen die DDR existierte.[93] Eine breite Volkserhebung gegen das SED-Regime gab es vor 1989 jedoch nur einmal, und zwar mit dem Aufstand vom 17. Juni 1953, der sich gegen verstärkten Leistungsdruck am Arbeitsplatz richtete. Durch Erhöhung der Arbeitsnormen sollten vor allem die hohen Rüstungskosten gedeckt werden, die im Zuge der beiderseitigen deutschen Wiederbewaffnung als Folge des Koreakriegs und der Verhärtung im Ost-West-Konflikt anfielen. Nach der Niederschlagung des Volksaufstands mit Hilfe sowjetischer Militärs und Panzer entschlossen sich bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 Millionen von Menschen zur Flucht aus der DDR, was für diesen Staat schwerwiegende wirtschaftliche und ideologische Folgen hatte. Als die Fluchtmöglichkeit entfiel, bot sich dem SED-Regime einerseits die Möglichkeit, den Ausbau der sozialistischen Gesellschaft zu forcieren; für das Gros der DDR-Bewohner andererseits galt es nun, sich in den bestehenden Verhältnissen einzurichten und mit dem System zu arrangieren.

Gesellschaft im 18. Jahrhundert in Deutschland ..

Mit dieser Expansion geriet das neue Reich in Konflikt mit Vietnam. Hier hatte die Nguyen aus Zentralvietnam ihr Reich in das Mekong-Delta vergrößert und begann ein modernes Reich nach chinesischem Vorbild aufzubauen. Im den 1770er Jahren eroberten die Tây Sơn Brüder das Territorium der Nguyen und Nordvietnam. Doch in den letzten Jahren des Jahrhunderts begann ihr Niedergang. Deutsche Weltmachtambitionen im Zeichen des Wilhelminismus trugen im Zeitalter des Imperialismus zur Entstehung des Ersten Weltkriegs bei, der in einer als schmachvoll empfundenen deutschen Niederlage endete. Die Revolution 1918/19 brachte mit der Weimarer Republik erstmals ein demokratisch verfasstes deutsches Gemeinwesen hervor, das allerdings dauerhafte politische Stabilität nicht erlangte, sondern 1933 von der nationalsozialistischen Diktatur abgelöst wurde. Die damit von Anbeginn einhergehende gewalttätige Unterdrückung aller Regimegegner im Inneren und planvoll betriebene Expansionspolitik nach außen – verbunden mit der Entfesselung des Zweiten Weltkriegs sowie mit der systematischen Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden – haben die NS-Zeit bis 1945 zum katastrophalen Tiefpunkt der deutschen Geschichte werden lassen. Wallenstein wurde 1634 erneut abgesetzt und bald darauf ermordet. Um die Schweden vom deutschen Boden zu vertreiben, schloss der Kaiser mit dem protestantischen sächsischen Kurfürsten 1635 einen Sonderfrieden, den Frieden von Prag.

Das Interregnum wurde 1273 durch die Wahl Rudolfs von Habsburg beendet. Seit dieser Zeit waren die Kurfürsten das exklusive Wahlgremium und beanspruchten auch Mitwirkungsrechte. Rudolf ebnete dem Haus Habsburg den Weg, auf dem es zu einer der mächtigsten Dynastien im Reich wurde. Er konnte die Königsmacht wieder konsolidieren und effektiv Handlungsspielräume nutzen, doch gelang es ihm nicht, Kaiser zu werden. Seine beiden Nachfolger, Adolf von Nassau und Albrecht I., standen im Konflikt mit den Kurfürsten aufgrund ihrer expansiven Hausmachtpolitik. 1308 wurde der Luxemburger Heinrich VII. zum König gewählt. Dieser konnte 1310 seine Hausmacht um Böhmen erweitern, das Haus Luxemburg stieg zur zweiten großen spätmittelalterlichen Dynastie neben den Habsburgern auf. Er betrieb in Anlehnung an die Staufer wieder eine Italienpolitik und wurde im Juni 1312 in Rom zum Kaiser gekrönt. Er starb im August 1313 in Italien. Dennoch war die Religionspolitik von Ferdinands Sohn und Nachfolger Maximilian II. vergleichsweise tolerant, während in Frankreich zur selben Zeit die Hugenottenkriege wüteten. Die dezentralisierte Herrschaft im Reich erwies sich hierbei als vorteilhaft, da in den jeweiligen Landesherrschaften unterschiedliche Konfessionen bestehen konnten, aber daraus wenigstens zunächst kein scharfer Gegensatz zum Kaisertum entstand, während in Frankreich das Königtum bestrebt war, ausschließlich die katholische Konfession durchzusetzen. Maximilians Sohn Rudolf II. zog sich dagegen in seiner Residenz Prag immer mehr aus der Wirklichkeit zurück, während die religiösen Konflikte sich zuspitzten. Es kam zum Kölner Krieg, als der dortige Erzbischof zum Protestantismus übergetreten war. Der Achtzigjährige Krieg führte zur Teilung der Niederlande in die vom Reich nunmehr unabhängige Republik der Sieben Vereinigten Provinzen und die Spanischen Niederlande, die unter habsburgischer Herrschaft blieben und das spätere Belgien bildeten. Im Süden Afrikas expandierte die Kolonie der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC). Holländische und deutsche Siedler sowie deren Nachkommen fanden in der ursprünglichen Kolonie keinen Platz mehr, um eigenständig Farmen zu betreiben, und zogen immer weiter ins Landesinnere. Die sehr auf ihre eigene Unabhängigkeit bedachten Farmer nutzten importierte Sklaven und Khoisan, die ursprüngliche indigene Bevölkerung, als Arbeitskräfte.[13] Letztere, die durch importierte Krankheiten stark dezimiert worden waren, mussten aufgrund der waffentechnischen Überlegenheit der Treckburen ihren Widerstand gegen die Landnahme aufgeben. In der heutigen südafrikanischen Provinz Ostkap führte das Vordringen der Farmer zu mehreren Grenzkriegen mit dem Volk der Xhosa, die dort Ackerbauern und Viehzüchter waren.[13] Die Eroberung der Niederlande durch Frankreich nahmen die Briten im Jahr 1795 zum Anlass die Kapkolonie von der VOC zu erobern. Die Gesellschaft der spanischen Kolonien war stark hierarchisch nach der ethnischen Herkunft der Menschen geschichtet. Während die Europäer und Kreolen die Elite stellten, standen die afrikanischen Sklaven am unteren Ende der gesellschaftlichen Skala. Darüber hinaus wurden die starken Unterschiede zwischen Arm und Reich in diesem Jahrhundert noch größer. Die Steuerreformen der Kolonialmächte trafen vor allem die mittleren und ärmeren Schichten. Zusammen mit anderen sozioökonomischen Umbrüchen waren diese Belastungen Anlass für lokale Revolten, von denen der Aufstand Tupaq Amaru II. der Jahre 1780/81 der heftigste war. Zwar konnte die spanische Kolonialmacht alle Aufstände militärisch niederschlagen, doch nur zum Preis hoher Belastungen des Staatsbudgets. 2009 wurde die Große Koalition nach der Bundestagswahl 2009 durch eine schwarz-gelbe Koalition aus Union und der FDP ersetzt. Merkel behielt ihr Amt als Bundeskanzlerin. Bei den Bundestagswahlen 2013 hat die FDP den Einzug in den Bundestag verpasst, es kam erneut zu einer Großen Koalition unter Merkel als Bundeskanzlerin.

WesteuropaBearbeiten Quelltext bearbeiten

Zur inneren Zerreißprobe und dauerhaften Belastung der Weimarer Republik wurde die Auseinandersetzung um die Unterzeichnung des von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs ausgehandelten Versailler Vertrags durch Deutschland.[70] Mit Gebietsabtretungen, Reparationsforderungen und Abrüstungsauflagen war zugleich das Eingeständnis gefordert, dass Deutschland und seine Verbündeten „Urheber aller Verluste und aller Schäden“ seien, was als offizielles Schuldeingeständnis interpretiert wurde und in Deutschland ganz überwiegend als „Kriegsschuldlüge“ aufgefasst wurde.[71] Um die deutsche Position in den Friedensverhandlungen nicht zusätzlich zu schwächen, blieben Dokumente, die die kaiserzeitliche politische Führung belasteten, mit sozialdemokratischer Unterstützung unter Verschluss. Als die Nationalversammlung unter ultimativem Druck der Siegermächte dem Vertrag schließlich doch zustimmte, trat Scheidemann als Regierungschef zurück. In der Frauen- und Familienpolitik der DDR bildete eine auf Frauen ausgerichtete Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen Schwerpunkt, und für die Frauen in der DDR war die eigene Berufstätigkeit der Normalfall. Zur Förderung eines hohen Beschäftigungsgrades der Frauen trugen verschiedene Maßnahmen bei, insbesondere der Aufbau eines umfassenden Kinderbetreuungssystems mit Krippen, Kindergärten und Betreuungsangeboten nach Schulschluss. Kindergelderhöhungen, erweiterter Mutterschaftsurlaub und Arbeitsplatzgarantien wirkten ebenfalls daran mit, dass die Geburtenfreudigkeit von 1973 bis 1980 um ein Drittel anstieg.[100] Am Arbeitsplatz waren Frauen wie Männer zu Kollektiven zusammengefasst, die im sozialistischen Wettbewerb, typischerweise als Brigaden, durch eine hohe Produktivität Prämien erlangen konnten. Der Zusammenhalt solcher Kollektive erstreckte sich aber auch auf außerbetriebliche Aktivitäten wie gemeinsame Geburtstagsfeiern, Ausflüge, Ausstellungs- und Theaterbesuche sowie auf ein Sich-Kümmern um Probleme und Sorgen einzelner Mitglieder. Im Zuge des vom Staat dergestalt organisierten Arbeits- und gesellschaftlichen Lebens „schrieb sich das Kollektiv als Team, als Schule der Kommunikation und ihrer Grenzen, als Hort arbeiterlicher Gemeinschaftserfahrung und sozialer Kontrolle in die Alltagserfahrung der DDR ein.“[101] Maximilian I. erwarb durch Heirat die Besitzungen des Hauses Burgund, zu denen unter anderem die reichen Niederen Lande gehörten, für sein Haus und behauptete große Teile davon im Krieg gegen Frankreich (Frieden von Arras). 1495 beschloss der Wormser Reichstag eine Reichsreform. Maximilians Sohn Philipp der Schöne wurde 1496 mit der Erbin Spaniens vermählt. Maximilian nahm 1508 ohne päpstliche Krönung den Kaisertitel an. Er beendete faktisch die Züge der römisch-deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom (sein Enkel Karl V. wurde aber noch vom Papst in Bologna gekrönt). Grund waren verschiedene schwelende Konflikte mit Frankreich und Venedig, dessen Truppen viele Alpenpässe versperrt hatten. Durch seine Heiratspolitik kamen neben der spanischen Krone auch Böhmen und Ungarn von den Jagiellonen zum Herrschaftsbereich der Habsburger. Das deutsche Leben wurde in die Innerlichkeit abgedrängt, in Kunstverehrung, Wissenschaft oder Geschichte, in eine weitgehende Entpolitisierung jedenfalls. Bürger, die ihre politische Protesthaltung nicht im Untergrund hochhalten oder theoretisch vertiefen wollten, widmeten sich verstärkt dem Privatleben in Haus und Familie. Kleinheit, Überschaubarkeit und Gemütlichkeit gehörten zum Biedermeier-Ambiente und prägten das Zusammenleben. Der gemeinsame Sonntagsspaziergang der Familie wurde im bürgerlichen Milieu nun ebenso üblich wie der Weihnachtsbaum, das Weihnachtsliedersingen und die Hausmusik im kleinen Kreis.[38]

OsteuropaBearbeiten Quelltext bearbeiten

In "Aufklärung", "siècle des lumières" oder "enlightment" steckt die Vorstellung von einem lichten, hellen Zeitalter. So wie Sarastro in Mozarts „Zauberflöte“ die von Affekten geleitete Königin der Nacht besiegt und Tamino Zugang zum „Heiligtum des größten Lichts“ ermöglicht, so sahen sich die Aufklärer als Heilsbringer einer Welt, in der nicht Vorurteil und Aberglaube, sondern Verstand und Vernunft die Herrschaft haben sollten. Damit geht eine Emanzipation des Individuums einher, die bereits in Humanismus und Renaissance begann. Die Aufklärung ist eine gesamteuropäische Bewegung, die Ende des 17. Jahrhunderts ausgehend von England und den Niederlanden im frühen 18. Jahrhundert in Paris ihr Zentrum hat und sich dann in den unterschiedlichen europäischen Staaten ausbreitet. Ihre politische Umsetzung finden die Gedanken der Aufklärer in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung (1776) und in der Französischen Revolution (1789). Die Gründungsphase der Bundesrepublik Deutschland stand anhaltend im Zeichen der Kriegsfolgenbewältigung und des wirtschaftlichen Wiederaufbaus. Nachdem die Trümmerfrauen den Schutt abgetragen hatten, die allgemeine Versorgungslage sich stabilisiert hatte und Lebensmittelmarken wie Schwarzmarktbeschaffungen nicht mehr gebraucht wurden, ging es in Politik und Alltag um die Beseitigung von Wohnraumnot und um die Herstellung einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft. Deren Motor und leitender Verfechter war bereits seit seiner Zeit als Wirtschaftsdirektor der Bizone Ludwig Erhard, nun Wirtschaftsminister im Kabinett Adenauer und später dessen Nachfolger als Bundeskanzler. Erhards Weichenstellung mit der Freigabe der Preise wurde bis 1950 auf eine harte Probe gestellt, als die Arbeitslosenzahlen von 1948 (400.000) auf über zwei Millionen anstiegen. Erst als der Preisauftrieb der Korea-Krise in einen Korea-Boom überging, der die unausgelasteten Produktionskapazitäten der westdeutschen Industrie ins Spiel brachte, die Exportwirtschaft ankurbelte und den Durchbruch zu anhaltendem Wirtschaftswachstum brachte, kam das Wirtschaftswunder in Gang. Vollbeschäftigung, wachsender Wohlstand und der Durchbruch zur Konsumgesellschaft waren die Folge.[86] Jahrhundert | 18. Jh. | 19. Jh. | 1600er | 1610er | 1620er | 1630er | 1640er | 1650er | 1660er | 1670er | 1680er | 1690er. Das 17. Jahrhundert begann am 1. Januar 1601 und endete am 31. Dezember 1700. Die Weltbevölkerung zu Beginn dieses Jahrhunderts wird im Mittel auf 560 Millionen Menschen geschätzt, während sie zum Ende des Jahrhunderts schätzungsweise auf 600 Millionen Menschen anstieg. In der Aufklärung wird die Vernunft zum Maßstab des gesellschaftlichen und persönlichen Handelns. War der Mensch im Barock noch in allen Bereichen seines Lebens fremdbestimmt, hat er jetzt die Möglichkeit kraft seines eigenen Verstandes autonom zu werden. Damit wird ein altes, von religiösen Vorstellungen bestimmtes Weltbild von einem neuen, naturwissenschaftlich geprägten Weltbild abgelöst. Es erfolgt eine Hinwendung zum Diesseits. Bestand der Sinn des Lebens zuvor darin, sich auf ein Leben nach dem Tod vorzubereiten, erhält in der Aufklärung bereits das Leben im Diesseits ausreichend Sinn. Auch hier ist bereits Glück möglich – sofern man ein tugendhaftes und vernunftgesteuertes Leben führt. Der Mensch gilt nicht mehr als Sünder, sobald er auf der Welt ist, sondern er wird positiv gesehen. Insgesamt ergreift die Aufklärer ein starker Fortschrittsglauben. Ist die Gesellschaft so, wie sie ist, noch nicht perfekt, so entwickelt sie sich doch unweigerlich hin zu einer idealen Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der alle Menschen gleich sind, frei von Vorurteilen, selbstständig und glücklich. Ein statisches Weltbild, in dem keine politische oder gesellschaftliche Veränderung möglich ist, da beides gottgewollt ist, wird so von einem dynamischen Weltbild abgelöst. Die Könige von Portugal und Spanien entschieden zentral über wichtige Posten und Gesetze in den Kolonien, wo sie sich durch einen bzw. mehrere Vizekönige vertreten ließen. In der ersten Jahrhunderthälfte hatten die Kreolen, die Nachfahren spanischer Einwanderer, durch Ämterkauf und Korruption Zugang zu den höchsten Ämtern in den Kolonien. Die Distanz zum Mutterland und die Unkenntnis der Europäer über die lokalen Verhältnisse gaben ihnen einen großen Gestaltungsspielraum. In der zweiten Jahrhunderthälfte strebte die spanische Krone nach mehr Kontrolle und höheren Steuereinnahmen aus den Kolonien. Sie teilte das Vizekönigreich Peru in mehrere Vizekönigreiche und führte analog zum Mutterland ein System von oberen Verwaltungsbeamten, Intendanten, die direkt dem König unterstanden, ein. Eine wichtige Stütze der spanischen Herrschaft blieb die katholische Kirche, die eine eigene Verwaltung unterhielt.[27] Durch die Verwaltungsreformen der Krone, insbesondere durch die Einstellung des Ämterverkaufs, wurden Kreolen, die einen großen Teil der Verwaltungsposten besetzten, von europäisch-stämmigen Amtsinhabern in zahlreichen Schlüsselpositionen zurückgedrängt.[27] Ähnliche Verwaltungsreformen führte Portugal durch, wobei sich die Macht stärker in der neuen Hauptstadt Rio de Janeiro konzentrierte.

Als nach ersten militärischen Erfolgen des deutschen Heeres im Osten der mit dem Schlieffen-Plan verbundene Vorstoß im Westen ab September 1914 im Stellungs- und Grabenkrieg zum Erliegen kam, als die Materialschlachten zu hohen Verlusten an der Front führten und die Kriegswirtschaft zu Versorgungsengpässen und -notlagen in der heimischen Zivilbevölkerung, bröckelte die anfänglich geschlossene Unterstützung für die von der Obersten Heeresleitung (OHL) unter Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff seit August 1916 zunehmend dominierte Reichsregierung. Zwar konnte 1917 im Friedensvertrag von Brest-Litowsk mit der aus der Oktoberrevolution in Russland hervorgegangenen Sowjetregierung ein aus Sicht der OHL vorteilhafter Frieden geschlossen werden; dennoch wurde mit dem Kriegseintritt der USA die Lage des deutschen Heeres im Westen entgegen der noch im Sommer 1918 optimistisch ausgerichteten Kriegspropaganda zunehmend unhaltbar. Seriöse Wahrsager fragen und klare Antworten finden. Unsere Berater freuen sich auf Sie. Kartenleger, Hellseher, Astro. Über 2 Millionen zufriedene Kunden. Jetzt ausprobieren Je deutlicher der Ost-West-Gegensatz sich im weltpolitischen Maßstab ausbildete, desto klarer schlug er sich auch in der Deutschlandpolitik der Großmächte nieder. Während die sowjetische Besatzungsmacht die Zwangsvereinigung von SPD und KPD in ihrer Zone durchsetzte und freie Wahlen nach ersten SED-Misserfolgen für die Zukunft ausschloss, unterstützten die Westmächte die Ausbildung konkurrierender Parteien im Rahmen eines demokratischen Pluralismus. Die Gründung diverser Parteien auch in der SBZ hatte dagegen nur scheinbar eine demokratische Funktion. Es galt von vornherein das aus Moskau von der Gruppe Ulbricht für den ostdeutschen Wiederaufbau mitgebrachte Motto: „es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“[84]

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts kam die Industrielle Revolution in Deutschland verstärkt zum Zuge. Mit dem Deutschen Zollverein von 1834 waren über Preußen hinausgehend elementare Voraussetzungen zur Herstellung eines einheitlichen Wirtschaftsraumes geschaffen, in dem sich künftig auch politische Interessen bündeln ließen. Das industrielle Wachstum wurde durch einen mobilen Kapitalmarkt und weiträumige Märkte gefördert, die durch verbesserte Transportwege und Nachrichtenkommunikation erschlossen wurden.[49] Maßgeblichen Anteil an dem sich beschleunigenden Industrialisierungsprozess hatte das energisch vorangetriebene Eisenbahnwesen, sei es beim Auf- und Ausbau des Schienennetzes oder bei der Herstellung von Lokomotiven, wie z. B. in den Borsigwerken. Im Ergebnis wurden die Transportkosten um bis zu 80 Prozent gesenkt und die allgemeine Mobilität gestärkt. Für Bodenschätze, Ernteerträge und Massenwaren konnten nun größere Märkte erschlossen werden. Ab der Jahrhundertmitte wurden Aktienbanken für die Finanzierung von Industrie und Handel typisch.[50] In den letzten Kriegsmonaten kam es mit dem Vorrücken der Roten Armee an die Reichsgrenzen zu Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung im Osten, mitbedingt durch die von der Sowjetunion betriebene Westverschiebung Polens. Betroffen waren mehr als 12 Millionen Deutsche, von denen über zwei Millionen dabei umkamen. Während der Schlacht um Berlin verfasste Hitler sein politisches Testament und erschoss sich am 30. April 1945. Die deutsche Kapitulation wird auf den 8. Mai 1945 datiert. Die Verhaftung der letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz im Sonderbereich Mürwik erfolgte erst am 23. Mai 1945. Als sich die Fürsten über die Religionsgrenzen hinweg gegen ihn erhoben, verzichtete Karl V. 1556 zugunsten seines Sohnes Philipp II. auf Spanien und machte seinen Bruder Ferdinand zu seinem Nachfolger im Reich. Der neue König hatte bereits 1555 den Augsburger Religionsfrieden ausgehandelt, dessen Grundsatz Cuius regio, eius religio später formuliert wurde.

Das Aussterben der spanischen Habsburger löste 1701 den Spanischen Erbfolgekrieg aus, der mit dem Tod von Joseph I. eine für Habsburg ungünstige Wende nahm, allerdings auch die Kräfte Frankreichs erschütterte. Das österreichische Haus Habsburg war unter Leopold I. und Joseph I. dennoch zur europäischen Großmacht geworden. Der frühneuzeitliche Staatsbildungsprozess spielte sich insbesondere auf der Ebene der einzelnen Territorien ab. Reformation, Gegenreformation und Dreißigjähriger Krieg im 16. und 17. Jahrhundert führten über Deutschland hinaus zu demographischen Verschiebungen und zu veränderten religiösen und politischen Konstellationen. Neben der Habsburgermonarchie, die seit dem 15. Jahrhundert fast durchgängig den Kaiser stellte, stiegen die Hohenzollern mit Preußen zur zweiten deutschen Großmacht auf.

Das Zeitalter der Aufklärung : Das Thema Geschichte

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  1. Zu Beginn des Jahrhunderts teilten sich die britischen und französischen Kolonien die nordamerikanische Ostküste während Spanien Kolonien in Florida und nördlich von Mexiko hatte. Zahlreiche indigene Stämme bewohnten die größte Fläche des Kontinents westlich der Appalachen. Die 13 britischen Kolonien waren die mit Abstand am stärksten bevölkerten Regionen und ihre Bevölkerung vervielfachte sich kontinuierlich durch europäische Einwanderer.[25] Die größten Gruppen freiwilliger europäischer Einwanderer kamen aus Großbritannien, Irland und aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.[25] In einer stetigen Bewegung nach Westen kultivierten die Einwanderer zunehmend Land, das sie den Indigenen wegnahmen. Schließlich gab es kaum noch Land in der Nähe der größeren Siedlungen und von Flüssen.[25] Bei ihrer Expansion gerieten die britischen Siedler immer öfter mit den französischen Kolonisten und indigenen Gruppen in Konflikt. Diese Konflikte eskalierten 1754 zum Französisch-Indianischen Krieg, der in Europa zum Siebenjährigen Krieg wurde.[25] In diesem Krieg um die Vorherrschaft in Nordamerika kämpften an beiden Seiten, vorwiegend aber auf Seite der Franzosen, indigene Stämme. Nach dem britischen Sieg mussten die Franzosen ihre Gebiete von der Ostküste bis zu den Großen Seen an Großbritannien abgeben und die am Mississippi vorübergehend Spanien überlassen.
  2. Politisch und wirtschaftlich stellten die Besatzungsmächte die Weichen in ihren Zonen jeweils im Sinne der eigenen Zielvorstellungen und Systemlogik. Während in der sowjetisch besetzten Zone schon 1945 eine Bodenreform zur Enteignung von Großgrundbesitzern und zur Schaffung kleinbäuerlicher Existenzen durchgeführt wurde, unterblieb Derartiges im Westen. Dafür intervenierte die amerikanische Besatzungsmacht gegen eine in der Verfassung des Landes Hessen vorgesehene Option zur Sozialisierung hauptsächlich von Grundstoffindustrien.
  3. Das Shogunat behielt seine Politik der restriktiven Minimierung und Regulierung der Auslandskontakte Japans aus dem vorherigen Jahrhundert im gesamten 18. Jahrhundert bei, auch als der Außenhandel einige Jahrzehnte gefördert wurde. Die wenigen Handelspartner des streng regulierten Handels waren Holländer, Chinesen und Koreaner. Das hielt die Japaner jedoch nicht davon ab, die westlichen Errungenschaften, die sie über diese Kanäle kennenlernten, zu studieren, was sie Holländische Studien nannten. Offiziell förderten die Shōgune den chinesischen Neo-Konfuzianismus nach Zhu Xi und unterdrückten alle anderen konfuzianischen Bestrebungen. Als Gegenreaktion auf diese chinesische Lehre entwickelten einige Bevölkerungsgruppen die nationale Lehre, Kokugaku, und erforschten auf der Suche nach dem ursprünglich Japanischen, die japanische Geschichte.

Herrschaft, Recht und GesellschaftBearbeiten Quelltext bearbeiten

Ähnliche Entwicklungen vollzogen sich im Theater. Das bürgerliche Theater, das sein Niveau erheblich steigerte, begann seinen Siegeszug. Theaterstücke sollten das Publikum durch ein unverfälschtes Abbild der Natur überzeugen. Die Darstellung von Affekten, ein zentrales Stilmittel des barocken Theaters, wurde aufgegeben. Der Charakter des auf der Bühne dargestellten Menschen sollte in seiner emotionalen Komplexität gezeigt werden. Wie in der Literatur interessierte auch im Theater erstmals das Verhältnis von Erleben und Verhalten der Figuren. Christentum in Deutschland (18. Jahrhundert)‎ (11 S) F Frankfurt am Main im 18. Jahrhundert‎ (29 S) H Hamburger Geschichte (18. Jahrhundert)‎ (1 K, 13 S) K Köln im 18. Jahrhundert‎ (1 S) L Lübeck im 18. Jahrhundert‎ (1 K, 6 S) S Studentengeschichte (18. Jahrhundert)‎ (1 K, 33 S) W Wuppertal im 18. Jahrhundert‎ (1 S) Seiten in der Kategorie Deutsche Geschichte (18. Das Kernland Brandenburg war durch den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) stark verwüstet worden, die Einwohnerzahl hatte sich durch Seuchen und Hungersnöte halbiert. Dem neuen König gelang es wie seinen Vorfahren, ethnische und religiös verfolgte Minderheiten aus anderen europäischen Regionen ins Land zu holen. Einige Aufklärer richteten sich in ihren Schriften gegen die absolutistische Monarchie und entwickelten dabei Prinzipien, die die Grundlage vieler moderner Staaten sind. Dazu zählt die von Locke im vorherigen Jahrhundert postulierte Gewaltenteilung, die Montesquieu in diesem Jahrhundert auf drei unabhängige Gewalten Exekutive, Legislative und Judikative erweiterte. Sowohl die französischen als auch die amerikanischen Revolutionäre griffen auf einige Ideen der Aufklärer zurück.

Erst sein Sohn Friedrich II. (1712-1786), der in der Jugend als feinsinniger und aufgeklärter Kronprinz galt, führte als König viele zermürbende und verlustreiche Kriege. Seine Hauptgegnerin war Maria Theresia, die Erzherzogin von Österreich. Im Winter 1740 griff Friedrich II. zum ersten Mal Schlesien an. Ein Großteil der österreichischen Provinz wurde ihm nach zwei Jahren im Berliner Frieden zugesprochen. Preußens Herrscher von der Dynastie der Hohenzollern erlangten zu Beginn des Jahrhunderts mit der Königswürde eine symbolische Rangerhöhung. Sie bauten ein starkes Heer auf, führten aber bis 1740 kaum kriegerische Auseinandersetzungen. Im Jahr 1740 eroberte Friedrich der Große im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekrieges das österreichische Schlesien und wehrte alle Rückeroberungsversuche ab. Im darauffolgenden Siebenjährigen Krieg, in dem Preußen mit Frankreich, Spanien, Österreich und Russland mächtigen Gegnern gegenüberstand, konnte Friedrich den Status halten. Mit den Teilungen Polens gewann sowohl Preußen als auch Österreich weiteren Besitz außerhalb des Heiligen Römischen Reiches dazu. Quellen und weitere interessante Links fr den Geschichtsunterricht:- www.habsburger.net/- www.chateauversailles.fr/homepage- www.republique.de/- www.youtube.com/watch?v=OCJARJrZ1tY- die-bourbonen-frankreichs.npage.de/ Bis auf Marokko standen alle nordafrikanischen Territorien unter osmanischer Oberherrschaft. Zwar erkannten Nordafrikas Herrscher die formale Oberhoheit der Sultane an, doch waren sie innenpolitisch autonom und akzeptierten die von den Osmanen geschlossen zwischenstaatlichen Verträge nur, wenn sie günstig für sie waren. Der Sklavenhandel spielte für die Wirtschaft der maghrebinischen Reiche eine bedeutende Rolle. Zum einen versklavten muslimische Kaperfahrer, die Barbaresken-Korsaren genannt wurden, auf ihren Raubzügen europäische Küstenbewohner und Schiffsbesatzungen. Zum anderen lief der Sklavenhandel durch die Sahara wie in den vergangenen Jahrhunderten weiter.[13] Marokko erschütterten von 1727 bis 1745 schwere dynastische Kämpfe, doch konnte sich die herrschende Alawiden-Dynastie schließlich halten. Die Dynastie, die sich auf freigelassene Militärsklaven und nicht auf Stämme stützte, musste den lokalen Gruppen Zugeständnisse machen und sie in ihr Herrschaftssystem einbinden.[14]

Deutsche Geschichte: Preußen - Deutsche Geschichte

  1. Um 500 v. Chr. war der Raum des heutigen Süddeutschland keltisch und derjenige des heutigen Norddeutschland germanisch besiedelt. Erste Erwähnung finden einige keltische und germanische Stämme bei den Griechen und Römern, beginnend wohl mit Poseidonios im 1. Jahrhundert v. Chr., in der folgenden Zeit unter anderem bei Caesar und Tacitus. Die Germanen selbst waren jedoch eine uneinheitliche Gruppe von verschiedenen Stämmen, die auch kein übergeordnetes Gemeinschaftsgefühl verband. Bereits der Begriff „Germanen“ (lateinisch Germani) ist ein ethnographischer, wenig präziser Sammelbegriff antiker Autoren, die damit auch ein „Barbarenbild“ verbanden.[9] „Germanen“ darf aus methodischen Gründen daher nicht als Begriff für ein einheitliches Volk missverstanden werden.[10]
  2. Der Sieg Napoleons in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz 1805, die Gründung des Rheinbunds unter französischem Protektorat 1806 und die Niederwerfung Preußens durch Napoleon in der Schlacht bei Jena und Auerstedt sowie sein anschließender Einzug in Berlin setzten neue Rahmenbedingungen für die Franzosenzeit in Deutschland. Die Sonderformation der Rheinbundstaaten setzte den Schlusspunkt unter die Auflösung des Alten Reiches, da Franz II. als römisch-deutscher Kaiser nun auch formal abdankte. Der Rheinbund, über den Napoleon militärisch wie außenpolitisch gebot, folgte mit der Einführung des Code civil dem französischen Vorbild und wurde dabei je länger, desto deutlicher zu einem Instrument französischer Hegemonie im Dienste Napoleons.[32] Preußen verlor im Frieden von Tilsit die Besitzungen westlich der Elbe und fast alle Gebietszuwächse aus den Teilungen Polens: Es wurde nahezu halbiert. Diese Schwächungen bereiteten aber auch den Boden für die Preußischen Reformen unter Stein und Hardenberg, die zumal für das Militär (Scharnhorst und Gneisenau), für die Wirtschaft sowie für das Bildungswesen (Wilhelm von Humboldt) neue Kräfte wecken und neue Ressourcen erschließen sollten.
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  4. Der durch die Industrialisierung angestoßene Strukturwandel verlief in Preußen in mehrerer Hinsicht dynamischer als in Österreich. Neben ein höheres Bevölkerungswachstum auf preußischer Seite trat eine beschleunigt veränderte Beschäftigungssituation: Während in Österreich erst am Ende des 19. Jahrhunderts weniger als 60 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig waren, bestand dieses Verhältnis in den außerösterreichischen Gebieten des Deutschen Bundes mehr als ein halbes Jahrhundert früher. „Die Standortnachteile bei Kohle und Eisen, das Fehlen verkohlbarer Kohle, die ungünstigen Verkehrsverhältnisse und vor allem die wesentlich geringere durchschnittliche Produktivität und Kaufkraft schon im Bereich des Agrarsektors – 40 Gulden pro Kopf und Jahr in der Monarchie, 78 Gulden im Zollverein (1852) – hatte ein unaufhaltsames Zurückfallen der österreichischen Wirtschaft zur Folge.“[51]
  5. Ehebruch, Polygamie und absonderliche Männer-Vergnügungen: Ein britischer Historiker sorgt mit seinen Enthüllungen über die sexuelle Revolution des 18. Jahrhunderts für eine Sensation

Während der Völkerwanderung[8] blieben auch Angehörige weiterer Volksgruppen, wie etwa der Sarmaten oder Hunnen, im Gebiet des heutigen Deutschland zurück. Nach der Abwanderung fast aller Germanen aus den Gebieten östlich der Elbe wurden diese von Slawen besiedelt, deren Land erst durch die Ostkolonisation deutscher Zuwanderer vom 11. bis zum 14. Jahrhundert sowie später im Rahmen der Eingliederung ins römisch-deutsche Reich wieder Bestandteil der deutschen Geschichte wurde. Aus der Lösung der deutschen Frage 1990 sind neue Erwartungen und Ansprüche an eine verantwortlich mitgestaltende Rolle Deutschlands bei der Aufrechterhaltung des Weltfriedens, bei der militärischen Umsetzung von UN-Resolutionen wie auch hinsichtlich der Beteiligung an Militäreinsätzen der NATO erwachsen. Nach der Wiedervereinigung beteiligte sich die Bundeswehr erstmals an Auslandseinsätzen, so zum Beispiel nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 am Krieg in Afghanistan. Eine Beteiligung am Irakkrieg lehnte die Regierung Schröder/Fischer dagegen ab. Mit der in den letzten Jahren deutscherseits erhobenen Forderung nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat, die gleichfalls mit der gewachsenen internationalen Rolle und Verantwortungsbereitschaft Deutschlands begründet wird, ist die Bundesregierung einstweilen nicht durchgedrungen. Nach der Kapitulation der Wehrmacht vollzogen die vier Siegermächte die Aufteilung Deutschlands und Berlins: Eine östliche und drei westliche Besatzungszonen wurden gebildet, die Ostgebiete des Deutschen Reiches polnischer und sowjetischer Verwaltung unterstellt. Aus den drei Westzonen entstand 1949 die Bundesrepublik Deutschland, aus der sowjetischen Zone die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Die Teilung Deutschlands wurde 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer und durch die seitens der DDR militärisch gesicherte und streng bewachte innerdeutsche Grenze zementiert. Dadurch wurde der Handelsverkehr mit Deutschland liberalisiert. Zugleich wurde die Infrastruktur eingreifend modernisiert. Hier übernahm die Regierung die Initiative. In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden mehr als 1000 Kilometer Eisenbahnschienen verlegt. Dies führte zu einem zusammenhängenden niederländischen Eisenbahnnetz.

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17. Jahrhundert - Wikipedi

Zum ersten Mal in der Geschichte wurde die Kriegsschuldfrage gestellt und führte zu jahrzehntelangen Diskussionen. Völkerrechtlich gilt nach wie vor die Setzung des Versailler Vertrages, wonach „Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind“. Nach einer Phase der gegenseitigen Schuldzuweisungen in den 1920er Jahren näherte man sich später auf internationaler Ebene der Deutung, dass Europa 1914 in den Krieg „hineingeschlittert“ sei („Europe slithered over the brink into the boiling cauldron of war“, so David Lloyd George im Jahre 1933). Infolge der Fischer-Kontroverse kam es seit den 1960er Jahren zu der Auffassung, dass zwar eine längerfristige Planung des Krieges seitens Deutschlands nicht nachweisbar, die unverantwortliche Politik der deutschen Regierung in der Julikrise aber ausschlaggebend für die Auslösung des Weltkriegs gewesen sei. Zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns sind andererseits eine Reihe von Veröffentlichungen erschienen, welche die Teilverantwortung Russlands, Serbiens und Frankreichs sowie der Gesamtheit der beteiligten Staaten wieder mehr in den Blickpunkt rücken und den Sinn einer Schuldzuweisung generell bezweifeln.[68] Nachdem Kaiser Rudolf II. die Regierungsgeschäfte an seinen Bruder Matthias abgetreten hatte, schränkte dieser die den Protestanten gewährten Rechte wieder ein. 1618 kam es deshalb zum Prager Fenstersturz, bei dem zwei kaiserliche Räte von böhmischen Standesvertretern in der Prager Burg zum Fenster hinausgeworfen wurden. Ausdruck einer zunehmenden Rechtsverschiebung des politischen Spektrums in der Republik war nach dem Tod Friedrich Eberts die Reichspräsidentenwahl 1925, aus der der 77-jährige Paul von Hindenburg als Sieger hervorging, der die Dolchstoßlegende populär gemacht hatte. Andererseits kam es nach der Reichstagswahl 1928 zur Bildung einer großen Koalition der Parteien SPD, DDP, des Zentrums, der BVP und der DVP unter Führung des sozialdemokratischen Reichskanzlers Hermann Müller. Die Koalition zerbrach im März 1930 im Streit um die Finanzierung der 1927 eingeführten Arbeitslosenversicherung, die seit Frühjahr 1929 unterfinanziert war. Hinzu kamen der Youngplan, der zwar die jährlichen Reparationszahlungen senkte, die Verantwortung für deren Transfer aber Deutschland selbst übertrug, und die durch den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 ausgelöste Weltwirtschaftskrise, die den Zustrom amerikanischer Kredite nach Deutschland beendete.[73] Ob der Bruch der Großen Koalition auf die divergierenden sozialpolitischen Positionen ihrer Flügelparteien SPD und DVP oder auf die erklärte Absicht von Reichspräsident und Reichwehrführung zurückzuführen ist, die SPD aus der Regierung zu drängen, ist seit 1957 umstritten.[74] Im produzierenden Gewerbe stieg in einigen Regionen und Branchen die Anzahl und Größe der Manufakturen. Neben der Textilindustrie waren auch Bergbau, Porzellanherstellung und Teeverarbeitung wichtige Industrien. Bestimmte Betriebe produzierten nur für den Export. So bedienten einige Betriebe die europäische Nachfrage, die aus der Mode der Chinoiserie herrührte. China war im 18. Jahrhundert stark in den Handel mit den wirtschaftsstarken Weltregionen wie Indien, Europa und Südostasien eingebunden. Europäische Händler durften ab 1759 nur über Kanton und über lizenzierte chinesische Handelsgesellschaften Handel treiben.[21] Hohe Zölle schmälerten stark ihren Gewinn, was zu wachsenden Spannungen führte. Die Forderungen der britischen Macartney-Mission nach einer Liberalisierung des Handels wies der Kaiser ab.

Bei der Bundestagswahl 1998 wurde die CDU/CSU-FDP-Koalition unter Kohl abgelöst. Die neue Bundesregierung aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen (rot-grüne Koalition) ging unter Bundeskanzler Gerhard Schröder eine Reihe umstrittener Reformen an. Allgemein wurde das Thema Ökologie stärker gewichtet, beispielsweise mit dem Beginn des Atomausstiegs oder mit Gesetzesinitiativen zur Reduzierung von Treibhausgasen. Die Regierung setzte auch erste Ansätze für richtungsweisende Veränderungen in der Sozial-, Renten- und Gesundheitspolitik (siehe Agenda 2010) durch. Mittels der Einnahmen aus der Ökosteuer gelang es, die Lohnnebenkosten (Rentenversicherungsbeiträge) zu reduzieren. Im Zuge der schon in den 1990er Jahren für die Volkswirtschaften weiter gewachsenen Bedeutung des Weltmarkts, der sogenannten Globalisierung, verlagerten aber vor allem größere Unternehmen Produktionskapazitäten in sogenannte Billiglohnländer, sodass die Arbeitslosenquote zunächst weiterhin hoch blieb. Mit dem auf wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zielenden Hartz-Konzept zur Neuordnung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe konnte die rot-grüne Koalition aber nur Teile der eigenen Wählerschaft überzeugen. Allerdings war der Neandertaler zu diesem Zeitpunkt bereits verschwunden. Spuren des aus Afrika über den Balkan zugewanderten modernen Menschen (Homo sapiens der Cro-Magnon-Epoche) wurden in den Höhlen der Schwäbischen Alb gefunden, etwa die 35.000 bis 40.000 Jahre alte Venus vom Hohlefels, die weltweit älteste gesicherte Darstellung eines Menschen (neben der etwa gleich alten Venus vom Galgenberg). Die zweitältesten Überreste eines Homo sapiens fanden 1914 Steinbrucharbeiter im Rheinland: das etwa 14.000 Jahre alte Doppelgrab von Oberkassel; noch älter ist die Bestattung in der bayerischen Klausenhöhle, die etwa um 20.000 v. Chr. stattfand.

Video: Das 18. Jahrhundert - Ereigniss

Gesellschaftliche Schichten und Strukturen in Deutschland

In der Rheinkrise 1840, ausgelöst durch französische Ambitionen auf linksrheinische deutsche Territorien, fanden Bürger und Regierende in nationalem Selbstbehauptungsstreben zusammen. Das Kölner Dombaufest 1842 inszenierte Friedrich Wilhelm IV. von Preußen „als Bekenntnis zu deutscher Größe und zur Versöhnung der Konfessionen im Zeichen eines gemeinsamen kulturellen Erbes“, jedoch ohne die Bereitschaft, sein verfassungsloses „väterliches Regiment“ in Frage stellen zu lassen.[40] Neben uneingelösten politischen Forderungen im Bürgertum waren für die Destabilisierung der Ordnung des Deutschen Bundes im Vormärz auch soziale Missstände ursächlich. Dem Bevölkerungswachstum zwischen 1815 und 1848 von 22 auf 35 Millionen Menschen (+59 Prozent) stand keine auch nur annähernd proportionale Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion gegenüber, mit der Folge einer desolaten Versorgungslage. Pauperismus steht als Begriff und Zustandsbeschreibung für das Elend dieser Zeit. Kartoffelfäule und Getreidemissernten verschlechterten die Lage ab 1845 zusätzlich.[41] Viele deutsche Zwangsarbeiter in der Sowjetunion waren inhaftierte Soldaten des Ostheeres. Zusätzlich dazu überließen die US-Amerikaner den Sowjets einen Teil ihrer Gefangenen. Die letzten Heimkehrer gelangten 1955 nach Deutschland. Erst nach Napoleons gescheitertem Russlandfeldzug konnte 1813 durch eine Koalition der anderen europäischen Mächte die Napoleon verbliebenen Truppen geschlagen und die französische Vorherrschaft in Deutschland wie in Europa beendet werden. Das Signal für den Beginn der Befreiungskriege setzte der preußische General Ludwig Yorck von Wartenburg, indem er am 30. Dezember 1812 ohne die Order seines noch mehrere Wochen zögerlichen Königs die Konvention von Tauroggen abschloss. Offiziell wurde die preußisch-russische Allianz Ende Februar 1813. Österreich trat erst im August 1813 in den Krieg gegen Napoleon ein, trug aber zu dessen Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig wesentlich bei. Nun sagten sich auch die Rheinbundstaaten von Napoleon los, und bis zum Jahresende war ganz Deutschland befreit. Die Verwendung von Metallen revolutionierte nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern veränderte auch die Gesellschaften erheblich. Aus der Bronzezeit sind einige Funde erhalten, wie etwa die in Sachsen-Anhalt gefundene Himmelsscheibe von Nebra, eine Metallplatte mit Goldapplikationen, die als älteste Himmelsdarstellung gilt (ihr Alter wird auf 3700–4100 Jahre geschätzt). Die Aufklärung hielt Einzug in Preußen unter Friedrich dem Großen (der Alte Fritz), der nach den Prinzipien des aufgeklärten Absolutismus herrschte. Der eher zurückhaltende Josephinismus in Österreich unter Kaiser Joseph II. wirkte im Sinne der Katholischen Aufklärung. Josephs Bruder und Nachfolger Leopold II. musste einen Teil der Reformen in den österreichischen Erblanden wieder zurücknehmen.

Mit der Neuregelung der Reparationsbedingungen im Dawes-Plan, dem ein Zustrom amerikanischer Kredite und Investitionen nach Deutschland folgte, ging auch die außenpolitische Isolierung des Landes nach dem Ersten Weltkrieg zu Ende. In den Locarno-Verträgen sicherte das Deutsche Reich die Anerkennung der Westgrenzen gemäß Versailler Vertrag zu und wurde am 8. September 1926 in den Völkerbund aufgenommen. Die diesen Verständigungsprozess gestaltenden Außenminister Frankreichs und Deutschlands, Briand und Stresemann, erhielten dafür gemeinschaftlich den Friedensnobelpreis. Unter Kurfürst Friedrich Wilhelm begann seit 1640 der Aufstieg Brandenburg-Preußens. Sein Nachfolger Friedrich III. vollzog 1701 mit der Königskrönung Friedrichs III. eine Selbstkrönung zum König Friedrich I. in Preußen. Die Standeserhebung war möglich, weil das Herzogtum Preußen außerhalb des Heiligen Römischen Reiches lag. Gegen eine Zahlung von zwei Millionen Talern und die Entsendung eines Truppenkontingentes für die Reichsarmee erkannte der habsburgische Kaiser Leopold I. ihn innerhalb und außerhalb des Reiches als König an. Der Aufstieg des nun entstehenden brandenburg-preußischen Staates, später einfach nur Preußen genannt, führte zum Dualismus mit Österreich, der Deutschlands Innenpolitik bis 1866 bestimmen sollte.

Altes Handwerk: Fachwerkhäuser - Arbeit - Gesellschaft

Durch ihren Sieg über die Franzosen waren die Briten vorübergehend zur mächtigsten Kolonialmacht des Nordamerikanischen Kontinents geworden. Diese Vormachtstellung verloren sie mit der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Wirtschaftlich profitierten die Vereinigten Staaten wie auch die europäischen Kolonien der Karibik und Lateinamerikas von der Arbeitskraft von Millionen afrikanischer Sklaven. Die Jagd nach Sklaven und die Verschiffung nach Amerika erreichte in diesem Jahrhundert ihren Höhepunkt.[1] Die Königreiche England und Schottland, die zuvor von denselben Monarchen regiert wurden, schlossen sich im Act of Union von 1707 zum Königreich Großbritannien zusammen. Im Jahr 1717 erbte ein Zweig der protestantischen Welfen, die auch Kurfürsten von Hannover waren, vor dem Hintergrund des Act of Settlement die Krone. Dennoch mussten sie ihre Legitimität gegenüber den Anhängern der katholischen Nachfolger Jakob II. lange rechtfertigen. Erst nach dem gescheiterten Umsturzversuch der Jakobiten von 1745/46 fühlte sich die Dynastie genügend sicher, um stärker in die aktive Politik einzugreifen. Als Konstitutionelle Monarchen waren sie bei vielen Entscheidungen auf die Zustimmung des Britischen Parlaments angewiesen. Dieses konnten nur Männer bestimmter Stände und Besitzer eines Mindestvermögens wählen, sodass große Bevölkerungsteile vom Wahlrecht ausgeschlossen waren. Weiterhin repräsentierten die Wahlkreise in keiner Weise die tatsächliche Verteilung der Bevölkerung. So waren fast ausschließlich Adelige im Britischen Parlament vertreten, da diese über den nötigen Einfluss und das notwendige hohe Vermögen für eine Wahl verfügten. Während bürgerliche Schichten durch Lobbyarbeit Einfluss nahmen, versuchten sich die anderen Schichten durch regelmäßige Krawalle, „riots“, Gehör zu verschaffen. Um 1700 hatten sich zwei Parteien herausgebildet, Whigs und Tories, deren Grundansichten sich in einigen Politikfeldern grundlegend unterschieden. Mit dem Tod Sigismunds erlosch das Haus Luxemburg in männlicher Linie. Die Habsburger traten 1438 mit Albrecht die Nachfolge an. Von 1438 bis 1740 und von 1745 bis zum Ende des Reiches 1806 sollte das Haus Habsburg nun den römischen König stellen. Unter der langen Regierung von Friedrich III. (1440–1493) wurde der Grundstein für die spätere habsburgische Weltmachtpolitik gelegt. Gleichzeitig durchlief das Reich einen Struktur- und Verfassungswandel, wobei in einem Prozess „gestalteter Verdichtung“ (Peter Moraw) die Beziehungen zwischen den Reichsgliedern und dem Königtum enger wurden.[27] Mit dem Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum ging auch eine starke Urbanisierung einher. Peking war die größte Stadt der Welt. Dennoch machten die Stadtbewohner nur einen geringen Anteil an der Gesamtbevölkerung aus. Die urbane Kultur, geprägt durch Handwerk, Kommerz, Schriftlichkeit, Mobilität und Öffentlichkeit, strahlte über die Städte hinaus auf das übrige Land aus. Durch die Differenzierung öffneten sich Mobilitätsräume, die Frauen mehr Raum für eigenständige wirtschaftliche Betätigung schafften.[21]

Im Laufe des Jahrhunderts hatte die Einführung neuer landwirtschaftlicher Techniken bei Getreide- und Reisanbau eine starke Steigerung der Erträge und Bevölkerungswachstum zur Folge. Dies führte zu einem Aufschwung des privaten Handwerks, das zum Ende des Jahrhunderts seine Gleichstellung mit den staatlichen Handwerksbetrieben erreichte.[22] Mit steigendem wirtschaftlichem Erfolg reichte der Wohlstand einer zunehmenden Zahl von Nichtadeligen an den der Adeligen heran. Steigende Repräsentationsmöglichkeiten und Ämterkauf der Aufsteiger verringerte die Kluft zwischen Adeligen und Nichtadeligen. Das Wirtschaftswachstum ging aber durch schwankende Ernteerträge in Kombination mit Landkonzentration auch mit Hungersnöten einher. Der Unmut verarmter Bauern über die Unfähigkeit der durch Korruption geschwächten Regierung ihnen beizustehen, mündete zum Jahrhundertende in mehreren Bauernaufständen. Weitere Umbrüche gab es im intellektuellen Leben. Gelehrte wandten sich von den moralphilosophischen Werken ab und suchten konkretes Wissen zu Landwirtschaft, Geografie und Verwaltung in historischen Erfahrungsberichten.[22] Damit gelang es ihm, das zersprenkelte Staatsterritorium weiter zusammenzuführen. Fortan durfte er auch den Titel "König von Preußen" führen. Aus dem einstigen Flickenteppich war eine ernst zu nehmende Großmacht inmitten Europas geworden.Die an der ostafrikanischen Küste gelegenen Swahili-Emporien konnten die portugiesische Vorherrschaft um die Mitte des Jahrhunderts zurückdrängen. Durch Unterstützungsleistungen konnte im Gegenzug der Oman seinen Einfluss an der Küste ausbauen. Die Omaner, die mit Sansibar ein Territorium an der ostafrikanischen Küste beherrschten, betrieben den jahrhundertealten Sklavenhandel mit den muslimischen Ländern an den Nordküsten des Indischen Ozeans.[13] Hinzu kam die Befriedigung der steigenden Nachfrage nach Sklaven durch die französischen Inseln im Indischen Ozean, auf denen zahlreiche neue Plantagen entstanden waren. So wurde der Sklavenhandel zum Jahrhundertende zu einem der bedeutendsten Handelszweige der Emporien. Der Umfang des Sklavenhandels war bedeutend kleiner als der der Westküste. Vielmehr wurden die Auslandschinesen die bedeutendsten wirtschaftlichen Akteure Südostasiens. Besonders in der zweiten Jahrhunderthälfte engagierten sie sich nicht nur im Handel und der lokalen Wirtschaft, wie im malaysischen Kupferabbau, sondern ließen sich auch verstärkt nieder. Chinesische Unternehmer kauften Monopole auf den Handel und die Erzeugung bestimmter Warengruppen. Für ihre Geschäfte griffen sie stark auf chinesische Arbeitskräfte zurück, die in größeren Gruppen einwanderten. Ein Grund für diese gesteigerten Aktivitäten war, dass ihnen die chinesischen Kaiser ab 1754 die Rückführung ausländischer Vermögen nach China gestatteten. Damit war es für sie lukrativer, die steigende chinesische Nachfrage zu bedienen.[24] Andererseits engagierten sich die Chinesen in der lokalen Politik und passten sich den lokalen Kulturen an. Neben den Chinesen profitierten auch viele kleine südostasiatische Reiche und deren Kaufleute vom Handel. So gewann die Gruppe der Bugis in diesem Jahrhundert starken Anteil am Handel und auf die Politik der südostasiatischen Reiche.

Das Aussterben der österreichischen Habsburger im Mannesstamm mit Kaiser Karl VI. führte 1740 zum Österreichischen Erbfolgekrieg. Der Wittelsbacher Karl VII. wurde zum neuen Kaiser gewählt, Friedrich II. fiel im habsburgischen Kronland Schlesien ein. Spurensuche in Ostpreußen | mehr Kapitalismus in der Krise? | mehr Weiterführende Infos Dreißigjähriger Krieg | mehr König Friedrich II. | mehr Wilhelm von Humboldt | mehr Otto von Bismarck | mehr Neuer Abschnitt SWR | Stand: 29.04.2020, 12:15 Außenpolitisch setzte Reichskanzler Bismarck nach der Krieg-in-Sicht-Krise 1875, in der Frankreich, Großbritannien und Russland gegen Deutschland zusammenwirkten, auf ein Defensivbündnis mit Österreich-Ungarn, das Russland möglichst nicht verprellen sollte (Rückversicherungsvertrag 1887) und damit die prekäre deutsche Mittellage in Anbetracht der sicheren Gegnerschaft Frankreichs durch eine elastische Friedenspolitik zu stabilisieren versuchte: „In jeder europäischen Krise, so stellte sich die Lage in der späten Bismarckzeit dar, spielte Berlin die Hinterhand, konnte bremsen, beruhigen, abwarten und sich nach Möglichkeit heraushalten.“[61] Die 1884 einsetzende deutsche Kolonialpolitik in Afrika und Ozeanien, wo sich Briten und Franzosen mit ihren Einflussgebieten bereits gegenüberstanden, führte in West-, Südwest- und Ostafrika sowie in der Südsee zwar nominell zu Landnahmen, die die Fläche des Reichsgebiets mehrfach überstiegen, stellte sich aber weder wirtschaftlich noch außenpolitisch als Gewinn dar und spielte in Bismarcks Politik alsbald kaum noch eine Rolle. Im Ernstfall waren die deutschen Kolonien nicht verteidigungsfähig, drohten aber, das Kaiserreich in unübersehbare Konflikte zu verwickeln.[62]

Wirtschaft und GesellschaftBearbeiten Quelltext bearbeiten

Johann Joachim Winckelmann, der sich mit der römischen und besonders der griechischen Antike befasste, begründete die wissenschaftliche Archäologie und Kunstgeschichte. Die Wissenschaftler, die Napoleon auf seinem Feldzug nach Ägypten begleiteten, förderten das europäische Interesse am antiken Ägypten. Antikensammlungen und Kunstsammlungen aus fernen Ländern trugen zum Prestige von Herrscherhäusern bei.[1] Den Krieg gegen Dänemark um Schleswig führten beide Mächte 1864 gemeinsam und einigten sich danach auch in der Folgenregelung: Nach zunächst gemeinsamer Zuständigkeit für beide Herzogtümer kam Holstein 1865 unter österreichische, Schleswig unter preußische Verwaltung. Seit Anfang 1866 betrieb Bismarck in der Holstein-Frage eine auf Konfliktschürung angelegte Politik, die Preußens Führung in Deutschland zum Ziel hatte. Durch eine Allianz mit Italien und die Erlangung der Neutralität Napoleons III. konnte Bismarck auch Wilhelm I. für den Waffengang gegen Österreich gewinnen, das von den übrigen deutschen Staaten keine durchschlagende militärische Unterstützung erhielt. In dem knapp sechswöchigen Deutschen Krieg besiegte das preußische Lager zunächst die Österreich verbundenen deutschen Mittelmächte und in der Schlacht bei Königgrätz dann auch das österreichische Heer selbst. Um ein französisches Eingreifen zu vermeiden, begnügte sich Preußen im anschließenden Friedensschluss mit Österreichs Verzicht auf Mitwirkung in den deutschen Angelegenheiten, mit der endgültigen Auflösung des Deutschen Bundes sowie mit der Gründung eines Norddeutschen Bundes unter Führung Preußens nördlich der Mainlinie. Die süddeutschen Staaten erhielten die Möglichkeit, sich zu einem Südbund zusammenzuschließen, der allerdings nicht verwirklicht wurde.[54] Während die Franzosen als Nation in einem Staat geeint waren, bot das Heilige Römische Reich deutscher Nation eher ein Bild staatlicher Zersplitterung in die Territorien unterschiedlichster Größe der mehr als 300 Reichsstände. Als Kulturnation lediglich durch Sprache, Literatur und Geistesleben geeint, waren die Deutschen weit davon entfernt, eine Staatsnation zu bilden.[29] Für Goethe war Deutschland nicht recht dingfest zu machen: „Wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf.“[30] Eine bis Ende 2015 reichende bibliographische Onlinedatenbank bieten unter anderem die Jahresberichte für deutsche Geschichte.

Mitte des Jahrhunderts begann ein Weltlauf zwischen Engländern und Franzosen um die Dominanz im Pazifischen Ozean.[29] Ging es vor diesem Zeitpunkt den Europäern hauptsächlich um die Erkundung einer optimalen Strecke von Amerika nach Asien, erkundete die neue Welle von Entdeckern, von denen James Cook der Berühmteste ist, den Pazifik systematisch. Eines ihrer großen Ziele war die Suche nach einem vermuteten großen Südkontinent, Terra Australis, der sich jedoch als Illusion herausstellte.[29] Vielmehr begannen die Briten Australien und Neuseeland zu kartografieren und als Siedlungskolonie zu kolonisieren, die sie schnell kolonisieren wollten, um den Franzosen zuvorzukommen. Zur schnellen Kolonisation schiffte Großbritannien Insassen seiner überfüllten Gefängnisse nach Australien aus. Das 18. Jahrhundert. Es ist die Zeit der Aufklärung und damit der Beginn der Moderne in Europa. In diesem Jahrhundert wurde nicht nur die Moderne eingeleitet, sondern auch über 20 Kriege in Europa geführt. Es ging natürlich fast immer um die Macht in Europa. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass es alleine in Deutschland über 300. Die Geschichte Deutschlands beginnt nach herkömmlicher Auffassung mit der Entstehung des römisch-deutschen Königtums im 10./11. Jahrhundert, wenngleich sich damit noch lange kein Staat der Deutschen entwickelte. Die deutsche Sprache ist seit dem 8. Jahrhundert als eigenständige, in eine Vielzahl von Dialekten unterteilte und sich weiterentwickelnde Sprache fassbar

2 Schichten der deutschen Gesellschaft in 18 Jahrhundert 2.1 Deutschland in 18 Jh 2.2 Der weltliche und geistliche Adel 2.3 Die Bürger 2.4 Die Bauern 2.5 Die Arbeiter und die Handwerker. Die Standeslosen . 3 Einflußreiche Ereignisse, die zur Formung der Gesellschaft beigetragen haben 3.1 Regierungsform im 18. Jahrhundert: Absolutismus 3.2 Ereignisse der zweiten Hälfte des Jahrhunderts: die. Mit der Agrarrevolution ging ein starker Bevölkerungsanstieg einher. Zum einen waren in den landwirtschaftlichen Handwerksbetrieben die ehemaligen Knechte und Mägde eher selbständig und konnten früher oder überhaupt eine Familie gründen. Zum anderen starben weniger Menschen an Hungersnöten, da regionale Missernten durch Zukäufe aus anderen Regionen leichter ausgeglichen werden konnten. Die am Markt verkauften Güter standen in viel größeren Mengen zur Verfügung, da deutlich mehr und regelmäßiger Mengen von Feldfrüchten produziert wurden, die den Eigenbedarf überstiegen. Auch der Rückgang der Kindersterblichkeit in England und Frankreich, 30 bis 50 Prozent der Kinder starben vor ihrem fünften Lebensjahr, trug zum Bevölkerungswachstum bei.[4] Die Pestepidemien, die Europa in den vergangenen Jahrhunderten in regelmäßigen Abständen heimgesucht hatten, klangen im Laufe dieses Jahrhunderts ab.

Geschichte der Migration in Deutschland bp

Afrika südlich der Sahara war in einige größere zentralistische Reiche sowie viele Kleinst- und Kleinherrschaften zersplittert. Die Siedlungstätigkeit der Europäer beschränkte sich neben den Anfängen der Binnenlandbesiedlung im südlichen Afrika auf zahlreiche Küstenforts, von denen die meisten an der Südküste Westafrikas lagen. Vom sonstigen afrikanischen Binnenland hatten die Europäer wenig Kenntnis. Ihr Einfluss auf diese Gebiete war nur indirekt. Obwohl König Friedrich Wilhelm I. pedantisch auf das Geld schaute, verschleuderte er für seine "Langen Kerls" ein Vermögen. Trotz der militärischen Aufrüstung führte der König zusammen mit Dänemark und Sachsen nur einen einzigen Krieg gegen Karl XII. von Schweden, der das Territorium Preußens nach Norden und zur Ostsee erweiterte. Das 18. Jahrhundert begann am 1. Januar 1701 und endete am 31. Dezember 1800. Die Weltbevölkerung zu Beginn dieses Jahrhunderts wird im Mittel auf 600 Millionen Menschen geschätzt, während sie zum Ende des Jahrhunderts schätzungsweise auf 970 Millionen Menschen anstieg. Somit übertraf das weltweite Bevölkerungswachstum dieses Jahrhunderts das kumulierte Wachstum der vorherigen fünf.

Er forderte die Freiheit von Forschung und Lehre ein, die das Universitätssystem bis heute prägt. Nach dem Wiener Kongress machte sich auf der anderen Seite jedoch auch eine restriktive Politik gegenüber nationalen und liberalen Bestrebungen breit.Ein beträchtlicher Teil West- (im Wesentlichen das ehemals römische Gallien) und Teile des westlichen Mitteleuropas wurden ab dem frühen 6. Jahrhundert vom Frankenreich eingenommen, das heutige nordwestliche Deutschland wurde von den Sachsen beherrscht. Das Frankenreich war von den Merowingern gegründet worden und sollte sich als das bedeutendste germanisch-romanische Nachfolgereich des untergegangenen Weströmischen Reichs erweisen. Childerich I. hatte dafür die Grundlage gelegt, an die sein Sohn Chlodwig I. anknüpfte. Versuche der Merowinger, ihren Herrschaftsbereich östlich des Rheins weiter auszudehnen, hatten einigen Erfolg: Alamannen und Thüringer gerieten bereits im 6. Jahrhundert unter fränkische Vorherrschaft. Interne Machtkämpfe und die zunehmende Macht der Hausmeier verhinderten jedoch, dass sich im Merowingerreich ein starkes zentrales Königtum entwickelte. Dagobert I. konnte das Königtum noch einmal stärken, bevor die Merowinger im späten 7. Jahrhundert (so zumindest die traditionelle Lehrmeinung, allerdings beruhend auf spätere und parteiische Quellen) faktisch von den Karolingern entmachtet wurden, die seit 751 auch die fränkische Königswürde bekleideten. Die Geschichte der Emanzipation. Forderungen, Frauen und Männer gleichzustellen, hatten ihren Ursprung bereits im 18. Jahrhundert in Frankreich und England. In Deutschland wurde die Forderung nach Selbstständigkeit und Mündigkeit der Frau erstmals im Zuge der Märzrevolution von 1848 gestellt. Aufgrund des seinerzeit geltenden.

Jahrhunderts wurde die absolutistische Monarchie durch die konstitutionelle Monarchie ersetzt. Nach der Novemberrevolution 1918 dankte der Deutsche Kaiser ab. An die Stelle der Monarchie trat die Weimarer Republik. Der Adel büßte an Macht und Einfluss ein: Nach 1919 behielten die Adeligen in Deutschland ihren Titel lediglich als. Im weiteren Verlauf der Geschichte waren es wieder Kriege, die Preußens Vormachtstellung in Mitteleuropa festigten. Das Ende der Napoleonischen Kriege durch den Wiener Kongress im Jahr 1815 sorgte für eine territoriale Neuordnung des Kontinents. Der Zugewinn der polnischen Gebiete wurde einerseits bekräftigt, andererseits kamen im Westen neue Landstriche hinzu: Westfalen und das Rheinland wurden nun preußisch.Der älteste Nachweis von Vertretern der Gattung Homo auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik ist der zwischen 500.000 und 600.000 Jahre alte Unterkiefer von Mauer, des Typusexemplars von Homo heidelbergensis. Etwas jüngere Funde stammen vom Fundplatz Bilzingsleben sowie von Homo steinheimensis; bekannte Funde sind schließlich auch die Schöninger Speere, die als älteste Jagdwaffen der Menschheit gelten. Aus Homo heidelbergensis ging vor 300.000 bzw. 130.000 Jahren der frühe, später aus diesem der klassische Neandertaler (Homo neanderthalensis) hervor, der – sofern die klimatischen Bedingungen es zuließen – nahezu 100.000 Jahre lang auch in Deutschland lebte. Da Mitteleuropa während der maximalen Ausdehnungsphasen der Gletscher in den Kaltzeiten zur Kältesteppe (Tundra) wurde und die polare Vereisung weit in den Süden vordrang, dürfte dieses Gebiet in der Zeit zwischen 270.000 und 250.000, dann von 160.000 bis 140.000 und erneut von 70.000 bis 60.000 vor heute unbewohnt gewesen sein.[1] Dies dürfte auch für die maximale Vergletscherung während der letzten Kaltzeit gelten, also vor 22.000 bis 19.000 Jahren. Die Erfolge Birmas und Thailands zum Jahrhundertende erreichten ihre Herrscher, indem sie ihr Herrschaftssystem rationaler, systematischer und zentralistisch auf sie ausgerichtet gestalteten. Zu den Maßnahmen gehörten eine Landvermessung, eine Systematisierung und Verschriftlichung des Rechtssystems und die Etablierung eines rationalen Steuersystems. Diese Maßnahmen und die Zählung der Bevölkerung trugen zur Errichtung eines schlagkräftigen Heeres bei.[24] Gesellschaft im 18. Jahrhundert Hallo! ^^ Ich versuche grad info zu finden ueber die Deutsche Gesellschaft im 18 Jahrhundert, da wir eine gliederung zwischen dem Deutsch- und Geschichtsunterricht machen. Gerade in Deutsch behandeln wir Kabale und die Liebe und deshalb muss ich ein Projekt ueber die Deutsche Gesellschaft im 18 Jh machen

Dem Problemandrang – aus finanzwirtschaftlichen Problemen, sich verschlechternder Versorgungslage der Bevölkerung, einer wachsenden Protestbewegung gegen die Kommunalwahlfälschungen vom Mai 1989 und den über die seit Juni offene ungarische Grenze massenhaft abströmenden DDR-Bewohnern – hatte die nun auch mit Desillusionierten und Unzufriedenen in den Reihen der SED konfrontierte Staatsführung außer örtlichen Gewaltübergriffen, Internierungen und Gewaltandrohung nichts mehr entgegenzusetzen. Nach dem Triumph der Leipziger Montagsdemonstranten am 9. Oktober und dem Fall der Berliner Mauer infolge des Massenansturms vom 9. November 1989 war die SED-Herrschaft am Ende. Die nach den Machtwechseln von Honecker über Egon Krenz und Hans Modrow zu Lothar de Maizière neu ausgerichtete und nun von Bürgerrechtlern mitgestaltete DDR selbst ging binnen eines Jahres im wiedervereinigten Deutschland auf. Im Laufe der Koalitionskriege gegen die Französische Revolution ging das Heilige Römische Reich Deutscher Nation 1806 unter. Nach der in die Befreiungskriege mündenden Vorherrschaft Napoleons I. über den europäischen Kontinent ergab sich im Zuge restaurativer Bemühungen eine politische Neuordnung in Form des Deutschen Bundes unter gemeinsamer österreichischer und preußischer Führung. Die dagegen gerichteten freiheitlichen Bestrebungen in der Revolution von 1848/49 wurden niedergeschlagen, der auf nationale Einheit Deutschlands gerichtete Impuls dann aber durch das preußische Militär in Kriegen sowohl gegen Österreich als auch gegen Frankreich in die Gründung des Deutschen Kaiserreichs überführt. Sozialgeschichtlich war das 19. und frühe 20. Jahrhundert geprägt von industrieller Revolution und Hochindustrialisierung, einem hohen Bevölkerungswachstum und einem Prozess der Urbanisierung.

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Weil Napoleon Deutschland hauptsächlich als imperiale Rekrutierungsbasis der Grande Armée behandelte und finanziell und wirtschaftlich ausbeuten ließ, schlugen anfängliche Bewunderung für den Korsen oder relative Gleichgültigkeit um in Abneigung, Verbitterung und Hass auf die französische Okkupationsmacht.[33] Die Verhängung der Kontinentalsperre gegen England durch Napoleon, die ein ausgedehntes Schmuggelwesen erzeugte, gegen das wiederum mit militärischen Mitteln repressiv vorgegangen wurde, ließ den allgemeinen Unmut weiter ansteigen. Man war ständig Kontrollen und Schikanen ausgesetzt, litt unter Teuerung und Versorgungsengpässen.[34] Unter Friedrich II. hatte Preußen zwar viel Territorium dazu gewonnen, seine weiteste Ausdehnung erhielt es aber erst unter seinen Nachfolgern. Der ersten polnischen Teilung folgten unter König Friedrich Wilhelm II. (1744-1797) zwei weitere. Preußen konnte sich die polnischen Städte und Gebiete Warschau, Danzig, Posen, Thorn und Zentralpolen einverleiben. In Korea herrschten Könige, die sich auf eine Schicht rivalisierender Adelsclans stützten. Indem die Monarchen in diesem Jahrhundert die Ämter proportional unter den Adeligen verteilten, unterbanden sie im Wesentlichen die Kämpfe zwischen den Clans.[22] In der zweiten Jahrhunderthälfte wurde neben der Herkunft die Eignung für die Ämtervergabe wichtiger. Geschichte Deutschland, 18. Jahrhundert. 275 Bücher - Seite 1 von 20. Jürgen Luh: Der Große Kurfürst. Friedrich Wilhelm von Brandenburg - Sein Leben neu betrachtet. Siedler Verlag, München 2020 ISBN 9783827500960, Gebunden, 336 Seiten, 25.00 EUR . Friedrich Wilhelm, genannt der Große Kurfürst, hat den Grundstein für Preußens Aufstieg zur Großmacht gelegt und das Haus Hohenzollern zu.

Das Spätmittelalter (circa 1250 bis 1500) wird in der neueren Forschung im Gegensatz zur älteren Lehrmeinung nicht mehr als Niedergangszeit begriffen.[25] Die Zeit bis ins späte 14. Jahrhundert war stark vom Wahlkönigtum geprägt: Drei große Familien, die Habsburger, die Luxemburger und die Wittelsbacher, verfügten über den größten Einfluss im Reich und über die größte Hausmacht. Es kam zwar zu Krisen wie Hungersnöten aufgrund von Überbevölkerung (siehe auch Spätmittelalterliche Agrarkrise), Pestausbrüchen (Schwarzer Tod), denen rund ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer fiel, Judenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen Todes und zum abendländischen Schisma. Aber im Spätmittelalter florierten auch die Städte und der Handel mit der expandierenden Hanse, es kam zu grundlegenden politischen Strukturierungen und es begann der Übergang in die Renaissance. Während die britischen Kolonisten die Londoner Regierung im vorherigen Krieg noch unterstützt hatten, nahmen die Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Parteien über die Siedlungsgrenze der Appalachen und über Steuer- und Zollgesetze in den folgenden Jahren zu. Ferner forderten die Kolonisten vergeblich ihre Vertretung im Londoner Parlament. Der Streit eskalierte zum Bürger- und schließlich zum Unabhängigkeitskrieg. Mit spanischer, niederländischer und französischer Unterstützung gewannen die Kolonisten ihre 1776 erklärte Unabhängigkeit, die 1783 von Großbritannien offiziell anerkannt wurde.[26] In den Folgejahren entwickelten sie den ersten demokratischen Bundesstaat, der auf einer Verfassung basiert, die heute noch mit einigen Ergänzungen in Kraft ist. Grundlage der Verfassung waren die Ideale der Aufklärung, wie die Gewaltenteilung. Das Wahlrecht schloss jedoch große Bevölkerungsgruppen wie alle Frauen sowie Indigene und Sklaven aus. In der Bronze- und Eisenzeit bildeten sich in diesen Regionen verschiedene indogermanisch sprechende Volksgruppen und Stämme. Diese entstanden aus eingewanderten indoeuropäischen Stämmen bzw. deren Nachfahren, die sich mit den seit Ende der letzten Eiszeit ansässigen „Ureinwohnern“ und auch später fortwährend mit durchziehenden Völkern bzw. Siedlern vermischten. Diese dynamische Entwicklung wird als Ethnogenese bezeichnet und ist vor allem ein sozialer Prozess.[4] Die Nachfahren der in Nordeuropa und Norddeutschland auf dem Gebiet der Nordischen Bronzekultur siedelnden Gruppen wurden in der Antike von griechischen Geschichtsschreibern als Kelten im Westen oder Skythen im Osten beschrieben. Erst unter römischen Autoren etablierte sich der Begriff Germanen. Die südlichen Teile Deutschlands wurden dagegen von Kulturgruppen besiedelt, die seit der Eisenzeit als Kelten bezeichnet werden können. Fünf Jahre später wurde Preußen zum Motor der deutschen Reichsgründung. Der preußische König Wilhelm I. wurde 1871 zum deutschen Kaiser gekrönt. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck wurde deutscher Reichskanzler. Damit wurde Preußen Teil des neu gegründeten Deutschen Reiches.

Mittelamerika und das westliche Südamerika gehörten im 18. Jahrhundert zum Spanischen Kolonialreich, während das rivalisierende Portugal den südamerikanischen Osten und das Amazonasgebiet zu seinen Kolonien zählte. Portugal, die zweite große Kolonialmacht des Kontinents, dehnte sein Kolonialgebiet im Laufe des Jahrhunderts viel weiter nach Westen aus als im Vertrag von Tordesillas von 1494 mit den Spaniern vereinbart wurde. Die Expansion hatte zahlreiche Grenzkonflikte zur Folge, die im Vertrag von Madrid des Jahres 1750 vorläufig beigelegt wurden.[27] Dieser Vertrag, in dem Spanien Portugal viel größere Kolonialgebiete zugestand als 1494, konnte nicht alle Grenzkonflikte beilegen, was erst 1777 im Vertrag von San Ildefonso gelang.[27] Beide Verträge beeinflussten die Grenzverläufe im heutigen Südamerika. Das Bildungswesen war seit der von Georg Picht ausgerufenen Bildungskatastrophe in Gärung begriffen. Die westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre, die gegen die Ordinarienuniversität mit Parolen wie: „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“ aufbegehrte, eskalierte zur umfassenden Gesellschaftskritik gegen die unaufgearbeitete NS-Vergangenheit der Vätergeneration, gegen die Verabschiedung der Notstandsgesetze, den Vietnamkrieg der USA, das kapitalistische System und die Ausbeutung der Dritte-Welt-Länder durch die westlichen Industriestaaten. Wichtigster Träger der Protestbewegung war die sogenannte 68er-Generation. Die Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg durch den Polizisten Karl-Heinz Kurras während der Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin gegen den iranischen Schah und das Attentat 1968 auf Rudi Dutschke, den wichtigsten Theoretiker der Studentenbewegung, führten zu einer Radikalisierung der Außerparlamentarischen Opposition. In der folgenden Zeit diente als loser politischer Rahmen das Reich, als verbindende kulturelle Komponente die deutsche Sprache. Eine „deutsche Identität“ – die Idee, zu einer spezifischen, abgegrenzten Gemeinschaft zu gehören – entwickelte sich im allgemeinen Bewusstsein erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Während in England und Frankreich mit ihren zentral organisierten Königsherrschaften die Tendenz zu „nationalen Königreichen“ neigte (wobei Benedict Anderson den Begriff Nation als „vorgestellte, begrenzte und souveräne Gemeinschaft“ erläutert), dominierte im von partikularen Grundstrukturen geprägten römisch-deutschen Reich die universale Reichsidee, wenngleich Begriffe wie deutsche Lande in späteren Quellen durchaus belegt sind. Erst im Spätmittelalter begannen deutsche Gelehrte wie z. B. Alexander von Roes und Lupold von Bebenburg sich Gedanken über die Rolle „der Deutschen“ im Gefüge Europas und einer politischen Identität (biologische Kategorien spielten hier keine Rolle) zu machen, was aus einer Position politischer Schwäche des Reiches geschah, wobei die Überlegungen weiterhin stark mit der Reichsidee verknüpft blieben. Nun erst setzte der Prozess einer langsamen politischen Identitätsbildung im eigentlichen Sinne ein.[21] Seiten in der Kategorie Geschichte (18. Jahrhundert) Folgende 15 Seiten sind in dieser Kategorie, von 15 insgesamt. Für die militärischen Operationen setzten die Europäer indische Söldner ein, die sie auf einem großen militärischen Arbeitsmarkt anwarben. Geführt von europäischen Offizieren lernten sie die europäischen Kampftechniken. Die Franzosen und Briten agierten im Rahmen der in Indien tradierten Herrschaftsstrukturen. Nach den Kriegen konnten die entlassenen Truppen jedoch nicht vollständig in die indische Landwirtschaft integriert werden, wodurch der Anteil der armen Bevölkerung wuchs.

Auch wenn Japan formal ein Kaiserreich war, hatten die Shōgune der Tokugawa-Dynastie die eigentliche Regierungsgewalt im Land inne. Sie regierten Japan von Edo, dem heutigen Tokio, weswegen diese japanische Epoche auch Edo-Zeit genannt wird. Die Lokalfürsten, Daimyōs, kontrollierten sie, indem sie ihnen regelmäßige Aufwartungspflichten in der Hauptstadt auferlegten und ein paralleles Verwaltungssystem zur Seite stellten.[23] Jahrhundert herrschen noch bedrückende Verhältnisse. Noch in den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts werden in Deutschland Hexen verbrannt. Die Landbevölkerung, die zwei Drittel der. Auf Konrad I. (911–918), der die karolingische Tradition nicht bewahren konnte, folgte der Sachsenherzog Heinrich I. aus dem Geschlecht der Liudolfinger („Ottonen“). Das Reich blieb bis zum Ende des Mittelalters geprägt vom Wahlkönigtum und dem Einfluss der Großen. In der neueren Forschung wird zwar die Bedeutung der Ottonenzeit für die Ausformung Ostfrankens betont, sie gilt aber nicht mehr als Beginn der eigentlichen „deutschen“ Geschichte.[22] Der damit verbundene komplexe Prozess zog sich vielmehr mindestens bis ins 11. Jahrhundert hin.[23] Preußens Kriegsgegner Österreich verlor mit Schlesien seine ertragreichste Provinz. Um Maria Theresia die Nachfolge als Herrscherin über alle österreichischen Territorien zu sichern, hatte Österreich viel Geld ausgegeben, was für die Armee fehlte. Schon vor der Niederlage gegen Preußen hatte Österreich einige bis 1718 eroberte Gebiete auf dem Balkan wieder an das Osmanische Reich verloren. Wie in Schlesien scheiterten auch auf dem Balkan weitere Rückeroberungsversuche.[6] Dort war Österreich mit den zunehmenden Machtansprüchen Russlands konfrontiert. Als Konsequenz der Niederlagen führte die Krone zahlreiche Reformen im Militär, der Verwaltung und des Besteuerungssystems durch. Der Versuch insbesondere Joseph II. eine absolutistische Herrschaft aufzubauen, gelang nur ansatzweise.[6] Zwar vergrößerte sich der Hofstaat und eine zentrale Bürokratie wurde aufgebaut, doch durch ein Patronage-System bei der Vergabe der Hofämter behielt der österreichische Adel einen großen Teil seiner Macht. Auch der ungarische Adel konnte seine starke Stellung behaupten. Mangels einer breiten Kaufmannschaft entwickelte sich in Österreich ein Bürgertum mit einem hohen Anteil von Staatsbeamten. Zum Ende des Jahrhunderts übernahm es als Auftraggeber und Mäzen in der Kultur die Führungsrolle.

Landkarte Dreiländereck Schweiz, Frankreich, Deutschland

Der Tod Nadar Schahs im Jahr 1747 hinterließ auch auf dem Gebiet des heutigen Afghanistans ein Machtvakuum, das der paschtunische Stamm der Abdali nach Machtkämpfen für sich nutzen konnte. Sein Anführer Ahmad Schah Durrani errichtete das Durrani-Reich, das schnell Westafghanistan und große Teile des heutigen Pakistan umfasste. Zum Jahrhundertende zersplitterte es in zahlreiche sich bekämpfende kleine Herrschaften. Im nördlich davon gelegenen heutigen Usbekistan teilten sich die Khanate von Kokand, Khiva und Buchara die Herrschaft. Im Norden dieser transoxanischen Khanate lagen die kasachischen Khanate und Sultanate, die im Lauf des Jahrhunderts zunehmend unter russische Kontrolle gerieten. Damit begann die russische Expansion nach Zentralasien, die Russland mit Festungen und Handelsposten absicherte. Das wirtschaftlich prosperierende Kaiserreich dieser Zeit schien somit vielen gesellschaftlich einflussreichen Köpfen prädestiniert, sich auch weltpolitisch im Kampf um Märkte und Rohstoffe einen „Platz an der Sonne“ zu sichern. In Kombination mit der Neigung Wilhelms II. zum Auftrumpfen und zur Prestigesteigerung wurde daraus eine hyperaktive, unstete und wenig substantielle äußere Politik, die mit vielen Forderungen und Drohgesten vor allem Unruhe stiftete.[66] Ein besonders markanter, an Bedeutung stetig zunehmender und letztlich fataler Aspekt deutscher Weltmachtpolitik war die Flottenrüstung, die Alfred von Tirpitz mit Unterstützung unter anderem des „Flottenkaisers“ und des Alldeutschen Verbandes vorantrieb. Dabei war Navalismus als Vorstellung, dass Weltmacht sich auf Seemacht gründete, seinerzeit international durchaus verbreitet. Dass aber das Kaiserreich in seiner prekären Mittellage zwischen den Mächten Frankreich und Russland, die untereinander einen Interessenausgleich herbeigeführt hatten und ein Bündnis eingegangen waren, mit seinem unverkennbar gegen England gerichteten, herausfordernden Flottenrüstungsprogramm sich diese etablierte Weltmacht auch noch zum Gegner machte, ist unter rationalen Gesichtspunkten kaum zu erklären.[67] Der betont restaurative Charakter der Beschlüsse des Wiener Kongresses zeigte sich besonders in der von Zar Alexander I. initiierten Heiligen Allianz, in der die europäischen Herrscher einander Verbundenheit und wechselseitigen Beistand bezeugten und darin übereinstimmten, ihre Völker in väterlichem Sinne christlich und friedlich zu regieren. „Die Heilige Allianz ist kein Instrument realer Politik der europäischen Mächte, aber sie wird ein Symbol der konservativen, der antirevolutionären Restauration und Stabilisierungspolitik.“[36] In der politischen Praxis gingen die beiden Großmächte innerhalb des Deutschen Bundes, Österreich mit Metternich an der Spitze und Preußen, besonders entschieden auf Restaurationskurs. So löste Friedrich Wilhelm III. von Preußen zur allgemeinen Enttäuschung aller Reformanhänger sein wiederholtes Versprechen nicht ein, Preußen zu einem Staat mit Verfassung zu machen, während in Süddeutschland eine ganze Reihe von Verfassungsstaaten entstanden. Das hatten sich viele der Freiwilligen anders vorgestellt, die für Freiheit und Einheit des Vaterlands in die Befreiungskriege gezogen waren. 44 europäische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen: Albanien | Andorra | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Island | Italien | Kasachstan | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Moldau | Monaco | Montenegro | Niederlande | Nordmazedonien | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Vereinigtes Königreich | Weißrussland. Europäisches Nichtmitglied der Vereinten Nationen: Vatikanstadt. Abhängige Gebiete: Åland | Färöer | Gibraltar | Grönland | Guernsey | Isle of Man | Jersey. Umstrittene Gebiete: Kosovo | Transnistrien.

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Das „Weltniveau“ in der Produktion zu erreichen und mitzubestimmen, lautete die von der DDR-Führung ausgegebene Parole im Streben um innere und äußere Anerkennung. Hinsichtlich letzterer wurden in der ersten Hälfte der 1970er Jahre wichtige Fortschritte erzielt, als man im Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland den Grundlagenvertrag, die beiderseitige Einrichtung Ständiger Vertretungen in Bonn und Ost-Berlin sowie ein devisenträchtiges Transitabkommen aushandelte. Mit der Aufnahme beider deutscher Staaten in die Vereinten Nationen erlangte die DDR international einen gleichberechtigten Status, der durch die Mitunterzeichnung der KSZE-Schlussakte 1975 noch unterstrichen wurde. Durch gezielte Förderung sportlicher Nachwuchstalente und ein staatliches Zwangsdopingsystem im DDR-Leistungssport erzielte die DDR in manchen Bereichen international herausragende Erfolge, etwa bei Olympischen Spielen. Nachdem bereits Mark Aurel im 2. Jahrhundert im Verlauf der Markomannenkriege schwere Abwehrkämpfe gegen Germanen zu bestehen hatte, nahm zur Zeit der Reichskrise des 3. Jahrhunderts der germanische Druck auf die römische Nordgrenze beträchtlich zu, während gleichzeitig im Osten das neupersische Sassanidenreich die römische Ostgrenze bedrohte. Die neuformierten tribalen Großverbände der Alamannen und Goten unternahmen immer wieder Einfälle in das Imperium, das um die Mitte des 3. Jahrhunderts den Höhepunkt der Krise durchlief.[12] Zwar errangen römische Truppen wohl 235 in einem Feldzug des Maximinus Thrax im Harzgebiet noch einen Sieg,[13] doch 259/60 mussten die rechtsrheinischen Gebiete aufgegeben werden (Limesfall). Ende des 3. Jahrhunderts hatte sich die Lage für das Imperium wieder stabilisiert, vor allem aufgrund der Reformen Diokletians und Konstantins, die außerdem erfolgreich die Grenzen sicherten. Dennoch kam es im Verlauf der Spätantike immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Römern und Germanen.[14] Unter Kaiser Leopold I. war das Reich der zweifachen Bedrohung durch die Osmanen und den Expansionsdrang Frankreichs unter Ludwig XIV. ausgesetzt. 1683 konnte der Kaiser mit Unterstützung einiger deutscher Fürsten und des Polenkönigs Jan III Sobieski, der die Schlacht am Kahlenberg bei Wien gegen Kara Mustafa gewann, die Zweite Wiener Türkenbelagerung abwenden und die Türken aus Ungarn vertreiben.

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